8. Januar 2013, 11:02
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Chinesische Anleihen im Trend

Anleger können mit in Renminbi denominierten Anleihen aus Hong Kong, den sogenannten Dim Sum Bonds, ihre Investments diversifizieren. Das gilt nach einer Analyse von Legg Mason Western Asset umso mehr, je stärker die chinesische Währung den US-Dollar in der öffentlichen Wahrnehmung abdrängt.

Anleihen

„In der jüngsten Vergangenheit hat die Bedeutung der Währung der wirtschaftlichen Nummer zwei der Welt zugenommen”, sagt Chia Liang Lian, Portfoliomanager bei der Legg Mason Tochtergesellschaft Western Asset Management. Anleihen dieses Typs stammen mittlerweile neben der Region Greater China, zu der neben China auch Hongkong und Taiwan gehören, aus über 20 Länder. “Die ursprünglich als Appetithäppchen für Anleger mit Interesse an den chinesischen Anleihenmärkten konzipierten Dim-Sum-Anleihen haben sich mittlerweile zu einem Hauptgang für internationale Anleger weiterentwickelt”, sagt Lian.

Optimistisch für Asien

Western Asset vertritt eine vorsichtig optimistische Prognose für den makroökonomischen Trend Asiens in den nächsten zwölf Monaten: “Der jüngste Rückkauf von Anleihen in den Philippinen könnte anderen Staaten am Rande Asiens ein Vorbild sein. Denn dieser Schritt, mit dem die Abhängigkeit von externen Finanzierungen verringert werden soll, verstärkt eine Positivschleife, dank derer das Land sein langfristiges Wachstumspotenzial vermutlich eher realisieren kann. Zum anderen sprechen die jüngsten Daten deutlich für eine weiche konjunkturelle Landung in China und bestätigen damit die Einschätzung, dass das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2013 um sieben bis acht Prozent liegen sollte und damit etwa genauso schnell wachsen wird wie 2012.”

Besonders wichtig sei dabei die Aufgabe, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Qualität und Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums zu finden. Das habe die neue chinesische Führung auch klar angesprochen, so Lian: “Der globale Konjunkturzyklus bleibt wechselhaft, und so sollten Länder mit der Bereitschaft und Fähigkeit zur Stimulierung der Gesamtnachfrage 2013 überdurchschnittliche BIPs erwirtschaften.” Aus diesem Grund und aus zyklischen Erwägungen hält Western Asset asiatische Anleihen für einen „sicheren Hafen“ während der aktuell unsicheren Lage in der Wirtschaft und der Geopolitik. Im Oktober prognostizierte Western Asset, dass die asiatische Geldpolitik wegen der anhaltend schwachen Auslandsnachfrage auf wachstumsfreundlichere Kurse einschwenken werde. Seither haben drei Zentralbanken – die von Korea, Thailand und den Philippinen – ihre jeweiligen Leitzinsen gewissermaßen vorsorglich um 25 Basispunkte gesenkt.

„Auch wenn die Geldpolitik in der ersten Jahreshälfte 2013 vermutlich nicht weiter gelockert wird, sorgen strukturelle Zuflüsse für eine robuste Nachfrage nach einheimischen Staatsanleihen. Unser größtes Übergewicht im Legg Mason Western Asset Asian Opportunities Fund halten wir derzeit in den Philippinen, denn das Land macht gute Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung“, sagt Chia Liang Lian. Fundamental konzentriert sich Western Asset auf bonitätsstarke Länder einschließlich Singapur und Korea. Unter taktischen Gesichtspunkten wurde auch das Engagement in Indonesien erhöht, weil bis Jahresende nur wenig neue Emissionen an den Markt kommen. „Im Devisensegment ziehen wir asiatische Währungen dem US-Dollar vor und planen entsprechende Positionen taktisch auszubauen, wenn die Bewertungen attraktiv werden.” (mr)

Foto: Shutterstock

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