Deutsche Bank will mit ETF-Sparte bei Großkunden punkten

Die ETF-Sparte der Deutschen Bank wird neu strukturiert und soll mehr institutionelle Kunden ansprechen. Für die Großkunden sollen dazu individuelle Portfolios entwickelt werden.

Die Kozernzentrale der Deutschen Bank in Frankfurt

Die ETF-Mannschaft der Deutschen Bank will mit der engeren Anbindung an die Vermögensverwaltung zusätzliche Profi-Anleger gewinnen. „Die institutionellen Kunden sind unsere Hauptzielgruppe“, sagte Reinhard Bellet gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Bellet leitet das Geschäft mit passiven Anlageprodukten innerhalb der neu formierten Sparte Asset and Wealth Management (AWM) bei der Deutschen Bank. „Die großen Kunden wollen keine ETFs von der Stange, sondern speziell zugeschnittene passive Portfolios.“

Die Deutsche Bank stellt ihre Sparte Vermögensverwaltung gerade neu auf: Das Geschäft mit aktiv gemanagten Fonds und passiven Produkten wie ETFs und Zertifikaten wird jetzt aus einer Hand angeboten und bedient gleichermaßen Kleinsparer, vermögende Privatleute und institutionelle Kunden. Die Marke db x-trackers mit ihren börsennotierten Indexfonds (ETFs) wurde dazu vom Investmentbanking abgetrennt und an AWM angedockt.

Als Vorbild diene die US-amerikanische Gesellschaft Blackrock ist der größte Vermögensverwalter der Welt und in Europa mit deutlichem Abstand vor der Deutschen Bank Nummer Eins im ETF-Geschäft. Die Amerikaner entdeckten lange vor allen anderen das boomende Geschäft mit Indexfonds, die preisgünstiger sind als aktiv gemanagte Fonds, weil sie Indizes meist eins zu eins abbilden.

Im Bereich der passiven Investmentprodukte, zu denen neben ETFs auch ETCs (Exchange Traded Commodities) sowie Optionsscheine gehören, sind weltweit rund 100 Mitarbeiterfür die Deutsche Bank tätig. Eine erste Zwischenbilanz zum Umbau der Vermögensverwaltung will das Kreditinstitut im Sommer 2013 verkünden. (af)

Foto: Deutsche Bank

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