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6. Mai 2014, 09:08
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M&G: Anleihe-Spreads laufen zusammen

Sind Risikoprämien auf Anleihen aus europäischen Peripherie-Staaten noch attraktiv? Nein, sagt Fondsmanager Wolfgang Bauer, Mitglied des Anleihenteams bei M&G Investments, hält sie aber immer noch für aussichtsreicher als Unternehmensanleihen.

Anleihen

Rom

Der Abstand von Bonds aus der Peripherie zu Anleihen aus den Kernländern ist in der letzten Zeit merklich geschrumpft. Bauer hat stellvertretend für Zentrum und Peripherie die jeweils größte Volkswirtschaft betrachtet, also Italien und Deutschland, und sagt: “Spreads, die sich ab der Lehman-Pleite dramatisch ausgeweitet hatten, sind seit Mario Draghis „Koste-es-was-es-wolle“-Rede wieder deutlich geschrumpft. Engagements in europäischen Peripherieländern bieten gegenüber den Kernstaaten inzwischen keine signifikant höheren Risikoprämien mehr. ”

Staatsanleihen mit größeren Spreads

Für Unternehmens- und Staatsanleihen hat Bauer unterschiedliche Ergebnisse festgemacht: “Bis Ende März 2014 sind die Spreads für Nicht-Finanzanleihen mit Investmentstatus auf 18 Basispunkte geschrumpft und sind damit so eng, wie seit vier Jahren nicht mehr. Bei Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit hingegen beträgt der Spread derzeit noch etwa 170 Basispunkte.”

Trotz der fortschreitenden Konvergenz böten Staatsanleihen aber immer noch bessere Renditechancen als Unternehmensanleihen mit Investmentstatus: “Sowohl die aktuellen Spreads als auch die mögliche relative Outperformance von Anleihen aus europäischen Randstaaten gegenüber ihren Pendants aus den Kernländern sprechen für Staatstitel”, empfiehlt der Fondsmanager. Allerdings müssten die Anleihenmärkte wirklich davon überzeugt sein, dass die Eurokrise der Vergangenheit angehört, damit der Trend anhält, so Bauer. (mr)

Foto: Shutterstock

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