Anleihen: Man GLG befürchtet steigende Ausfallraten

Angesichts der steigenden Wahrscheinlichkeit wieder anziehender Zinsen in den USA und Großbritannien raten die Fondsmanager des GLG Flexible Bond Fonds zu erhöhter Vorsicht.

Schwellenländer-Anleihen könnten laut Man GLG Probleme bereiten.

Jon Mawby und Andy Li, die mit der zugrunde liegenden Strategie ein Anlagevermögen von einer Milliarde Pfund managen, rechnen mit zunehmenden Ausfallraten bei hochverzinslichen Anleihen, wenn die Notenbanken die Zügel in Sachen Geldpolitik wieder anziehen.

Geldpolitische Normalisierung als Trigger

„Eine geldpolitische Straffung ist üblicherweise Vorbote eines besseren wirtschaftlichen Umfelds sowie sinkender Ausfallraten und kommt damit vor allem hochverzinslichen Anleihen zu Gute“, erklären die beiden Anleiheexperten. „Dennoch sind wir besorgt, denn die Ausfallraten wurden in den vergangenen Jahren künstlich auf niedrigem Niveau gehalten. Der Beginn der Rückkehr zur geldpolitischen „Normalisierung“ könnte sich deshalb als Katalysator für einen Anstieg der Kreditausfälle erweisen.“

Schwellenländer unter Beobachtung

Neben der Skepsis gegenüber hochverzinslichen Anleihen (High-Yield-Bonds) sind Mawby und Li zudem weiter vorsichtig was Engagements in Schuldtitel aus Schwellenländern anbelangt. Auch hier sehen sie in Folge der Reduzierung der gelpolitischen Lockerung (Tapering) und möglichen Zinsanhebungen die Gefahr einer erhöhten Volatilität der Renditen. 2014 hat ihr Fonds deshalb Positionen in Emerging-Market-Debt reduziert.

Beide Fondsmanager setzten vor diesem Hintergrund umso mehr auf ein hochliquides Portfolio, und seien bestrebt, im aktuell ungewissen und eher volatilen Umfeld Chancen zu nutzen.

Foto: Shutterstock

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