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13. Januar 2014, 11:25
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Axa IM prognostiziert harte Zeiten am Anleihemarkt

Anleihe-Investoren steht ein herausforderndes Jahr bevor. Davon geht Chris Iggo, CIO Fixed Income bei der französischen Fondsgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM), aus.

Axa IM

Chris Iggo, Axa IM

„Selbst in einem optimistischen Szenario ist es unwahrscheinlich, dass die Performance von Anleihen so gut ausfallen wird wie in den vergangenen zwei Jahren“, sagt der Chefinvestor. Für mehr als eine Dekade habe in jedem Jahr mindestens ein Subsektor des Fixed-Income-Bereichs eine Gesamtrendite von mindestens zehn Prozent gebracht. In vier der vergangenen fünf Jahre waren laut Iggo High-Yield-Anleihen dieser erfolgreiche Subsektor.

Auch High-Yield-Titel 2014 schwächer als im Vorjahr

Iggo ist jedoch wenig optimistisch für eine Fortsetzung: „Wenn dies geschähe, wären die Kreditmärkte genauso teuer wie im Jahr 2007. Und wir wissen alle, was damals geschah. Es ist wahrscheinlich, dass Staatsanleihen in diesem Jahr eine negative Performance erzielen werden, während Investmentgrade-Unternehmensanleihen nahe an der Nulllinie liegen dürften.”

High-Yield-Anleihen erzielen im aktuellen Basisszenario der Fondsgesellschaft eine etwas niedrigere Gesamtperformance als 2013: „Um wieder zehn Prozent zu erzielen, müsste die Rendite des Index Bank of America/Merrill Lynch European High Yield unter drei Prozent fallen. Nimmt man an, dass die Renditen von Staatsanleihen ungefähr gleich bleiben, bestünde demnach nur noch ein Spread von 200 Basispunkten.“, so der Experte.

Aussichtsreiche Staatsanleihen aus Schwellenländern

Chancen bieten demnach noch Staatsanleihen aus Schwellenländern, die sich im vergangenen Jahr schlecht entwickelt hatten. In Hartwährung denominierte Emerging-Markets-Anleihen litten unter Mittelabflüssen, höheren Renditen von US-Staatsanleihen und einer Ausweitung der Spreads, während die Stärke des US-Dollar die Performance von Anleihen in lokaler Währung beeinträchtigte.

Iggo: “Da der Spread von Staatsanleihen aus Schwellenländern gegenüber US-Staatsanleihen nun allerdings bei 300 Basispunkten liegt und eine repräsentative Anleihe eine Rendite von 5,25 Prozent bringt, sind die Bewertungen nun für recht attraktiv. Wenn die US-Wirtschaft weiter im gegenwärtigen Tempo wächst und signifikante Enttäuschungen aus China ausbleiben, besteht eine gute Chance, dass die Performance der Schwellenländer-Anleihen zu ihrem Mittelwert zurückkehrt.“

Lang laufende Staatsanleihen als Absicherung

Als weitere Outperformer kommen für den Axa-IM-CIO unter bestimmten Umständen zudem lang laufende Staatsanleihen infrage. Diese könnten als Absicherung ins Depot: „Wenn Anleiheinvestoren eine Performance von zehn Prozent irgendwo in diesem Bereich erzielen können, dürfte das im Rahmen eines Bärenmarktes für Aktien und High-Yield-Anleihen geschehen.” (mr)

Foto: Shutterstock

 

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