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Deutsche Aktienfonds: Lukrative Investments

Aktienfonds mit heimatlichem Anlageuniversum gehören zu den lukrativsten Investments überhaupt. Wirtschaftsdaten sprechen für eine Fortsetzung der Erfolgsstory.

In 2013 steigerte sich das Jahresplus des Aktienfonds Pioneer Invest German Equity der Fondsgesellschaft Pioneer Investments auf 23,2 Prozent. Favorisiert werden sowohl große als auch kleinere Unternehmen aus ‚typisch deutschen‘ Branchen.

Rund zwanzig Prozent Plus im Jahr 2013. Der deutsche Aktienindex Dax [1]bietet eine Rendite, die in einer Welt mit historisch niedrigen Zinsen ihresgleichen sucht. Doch nur eine kleine Minderheit der privaten Anleger hierzulande investiert überhaupt an der Börse.

Dabei scheint es der heimischen Wirtschaft prächtig zu gehen: Der Export-Motor läuft auf Höchstdrehzahl und die Konjukturprognosen für dieses Jahr schwanken zwischen heiter und sonnig. Und dank der Geldflut aus den Notenbanken [2] rund um den Globus sollte selbst ein eher moderates Wirtschaftswachstum nicht zuletzt Aktionären [3] zugute kommen, die in hiesige Unternehmen investieren.

Deutschlandfonds mit großem Potenzial

Welch großes Potenzial Deutschlandfonds [4] auch auf längere Sicht besitzen, zeigen beispielsweise die Ergebnisse des Aktienfonds Pioneer Invest German Equity der Fondsgesellschaft Pioneer Investments in München: Der Fonds realisierte seit seinem Start im Jahr 1990 ein Plus von insgesamt 496,7 Prozent. Anleger haben ihr Kapital damit nahezu versechsfacht.

In den zurückliegenden zehn Jahren resultierten 157,1 Prozent, in den letzten fünf Jahren 128,5 Prozent. Das heißt, Anteilseigner des Fonds konnten sich Jahr für Jahr an einer knapp zweistelligen Rendite erfreuen. Seit Ende 2008 waren es sogar 16,5 Prozent per annum, in 2013 steigerte sich das Jahresplus nochmals auf 23,2 Prozent.

Fondsmanager Karl Huber [5]verantwortet das 155 Millionen Euro schwere Portfolio seit 2007, insgesamt hat der Experte für europäische Aktien zwei Jahrzehnte Erfahrung als Profiinvestor. Neben dem Deutschlandfonds leitet der Senior Portfolio Manager noch den Pioneer Funds European Equity Target Income.

Stabile deutsche Volkswirtschaft

Beim Pioneer German Equity allokiert er sein Fondsvermögen aktuell gleichmäßig auf fünf Top-Positionen, die allesamt aus unterschiedlichen Branchen stammen. Da Huber eine Stockpicking-Strategie anwendet, also auf Basis von Unternehmenskennzahlen seine Investments auswählt, spricht dies für eine erfolgreich diversifizierte Volkswirtschaft.

Die Wirtschaft in Deutschland soll 2014 um bis zu zwei Prozent wachsen.

“Wir investieren in Werte, die eine starke Wettbewerbsposition, kompetentes Management und attraktives Gewinnwachstumspotenzial haben”, erklärt der Fondsmanager seine Auswahl. Mit sechs bis sieben Prozent Portfolioanteil liegen Autohersteller Daimler, Versorger Siemens, Pharmaproduzent Bayer, Technologiekonzern SAP sowie Versicherer Allianz auf den ersten fünf Plätzen im Pioneer German Equity.

Seite zwei: Unternehmen aus ‚typisch deutschen‘ Branchen favorisiert [6]

Der Automobilsektor macht zurzeit gerade einmal 12,2 Prozent des Fondsvermögens aus. Grundsätzlichen stehen aber die erfolgreichen deutschen Exportbranchen in Hubers Fokus: „Wir favorisieren sowohl große als auch kleinere Unternehmen aus ‚typisch deutschen‘ Branchen wie Automobil und Maschinenbau, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten und von der deutschen Exportstärke profitieren. Daneben haben wir auch einzelne Unternehmen aus der Konsum- und Luxusgüterbranche mit einer international starken Marke im Blick.“

Gewisse Risikotoleranz gefordert

Auch wenn sich in Hubers Portfolio- Top-Ten ausschließlich Großkonzerne finden, betont er, dass kleinere Gesellschaften nicht grundsätzlich ausgeschlossen seien: „Wir konzentrieren uns nicht nur auf die 30 im Dax notierten großen Titel, sondern wählen auch aufstrebende Werte aus der zweiten Reihe, die sogenannten Hidden Champions. Nicht umsonst ist unsere Benchmark der C-Dax, der alle an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten deutschen Aktien [7] umfasst, also über 750 Unternehmen.“

Deswegen sollten Anleger auch eine gewisse Risikotoleranz mitbringen, empfi ehlt der Fondsmanager. Vielversprechende Nebenwerte [8] bringen eben auch größere Risiken als großkapitalisierte Blue Chips mit sich. „Gleichzeitig sollten sich die Anleger darüber im Klaren sein, dass Aktieninvestments grundsätzlich mit höheren Risiken verbunden sind als andere Anlagemöglichkeiten wie Anleihen oder Festgeld“, so Huber.

Da sehen zumindest die unabhängigen Vermögensverwalter hierzulande keine akuten Gefahren, auch wenn der Dax im vergangenen Jahr bereits um ein Fünftel zugelegt hat. Das deutsche Börsenbarometer erwarten sie bis Ende dieses Jahres bei 10.000 Punkten [9], rund acht Prozent über den Kursen Ende Dezember. (mr)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2014 [10].

Foto: Shutterstock