Anzeige
Anzeige
12. März 2014, 09:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swiss & Global: Krim-Krise keine Katastrophe für Bonds

Von der Krim-Krise geht keine Gefahr für die Bondmärkte aus. Das sagt Enzo Puntillo, Leiter und Chief Investment Officer Fixed Income bei der Schweizer Fondsgesellschaft Swiss & Global Asset Management.

Krim

Sevastopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim.

“So dramatisch die Lage auf der Krim derzeit auch ist, für die internationalen Bond-Märkte dürfte sie sehr begrenzte Auswirkungen haben. Da die Ukraine schon seit längerem sehr schwache Fundamentaldaten aufweist, ist die Zahl der Investoren beschränkt”, sagt Puntillo. Das Gewicht der Ukraine am Finanzmarkt sei relativ gering, so dass bei einem drohenden Zahlungsausfall kaum weitreichenden Folgen zu befürchten seien.

Krim-Krise: Keine Gefahr für Russlands Zahlungsfähigkeit

Russlands Gewicht ist natürlich größer, allerdings verfügt das Land aus Sicht des Experten auch über sehr gute Solvenz-Indikatoren: “Die Zahlungsfähigkeit des Landes dürfte nicht in Gefahr geraten. Die Krim-Krise bereitet deshalb nicht so sehr dem globalen Bondmarkt, sondern vor allem der regionalen Wirtschaft Probleme.”

Insgesamt stabilisiert sich die Situation bei Schwellenland-Bonds. Während die Abflüsse zurückgehen, haben Investoren, wie Puntillo bestätigt, bei Hartwährungsanleihen bereits wieder zugekauft, etwa bei indonesischen Staatsanleihen.

Puntillo: Investoren nutzen Abschwünge

Puntillo differenziert: “Bei brasilianischen Anleihen in lokaler Währung, bei denen Renditen von bis zu 13 Prozent erreicht wurden, ist die Verzinsung in den vergangenen Monaten um 70 bis 80 Basispunkte gesunken und die Währung hat leicht aufgewertet. Vorsicht hingegen ist in Südafrika und angesichts der anstehenden Wahlen Ende des Monats bei türkischen Staatsanleihen geboten. Die jüngste Abwertung in China sollten Investoren vor dem Hintergrund der ökonomischen Transformation sehen, die das Land durchläuft: China versucht, ein neues, stärker auf Binnenkonsum fußendes Gleichgewicht zu finden – wieder anziehende Kapitalzuflüsse wären in dieser Situation nicht hilfreich.”

Amerikanische Staatsanleihen befinden sich laut Puntillo noch immer in einer Normalisierungsphase: “Jedoch dürfte der bisherige Höhepunkt von 4,6 Prozent für fünfjährige Terminzinssätze in fünf Jahren in diesem Zyklus nicht mehr erreicht werden und sich von derzeit 4,1 Prozent eher weiter abwärts entwickeln.”

Auch von der anstehenden Sitzung des EZB-Rates sollten Anleiheinvestoren keine allzu großen Veränderungen erwarten, denn die jüngsten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone seien ermutigend und hätten in einigen Punkten eher positiv überrascht. (mr)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

GDV-Statistik: Mehr Einbrüche im Winter

Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche nimmt von Oktober bis März im Schnitt um 40 Prozent zu. Das zeigen die Statistiken des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Mit diesen Kosten müssen Wohnungseigentümer planen

Eigentümer einer Wohnung müssen keine Miete mehr zahlen, doch sollten sie neben den Kreditraten auch die Kosten für Instandhaltung und das Hausgeld einplanen. Baufi24 hat zusammengefasst, welche Kosten anfallen und was Wohnungsbesitzer beachten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

“Kreditanalyse ist wichtiger denn je”

Seit der Finanzkrise ist fast ein Jahrzehnt vergangen, doch die Effekte an den Kreditmärkten sind weiterhin spürbar. Ein Gastbeitrag von Tatjana Greil-Castro von Muzinich & Co.

mehr ...

Berater

“Family Offices haben die Finanzkrise besser überstanden”

Das Bayerische Finanz Zentrum (BFZ) hat seit 2008 in insgesamt fünf Studien den Family-Office-Markt im deutschsprachigen Raum untersucht. BFZ-Präsident Professor Dr. Wolfgang Gerke hat mit Cash. über die Ergebnisse der Studienreihe und die letzte Erhebung gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity verkauft weiteres Objekt aus dem Fonds Nr. 6

Die Publity AG aus Leipzig hat für den geschlossenen Publikums-AIF „Publity Performance Fonds Nr. 6“  einen 3.000 Quadratmeter großen Bürokomplex in Unterschleißheim (Landkreis München) veräußert.

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...