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DDV-Umfrage: Selbstentscheider wollen Zertifikate im Depot

Jeder zweite Anleger hierzulande will Zertifikate in seinem Depot. Das erklärt der Deutsche Derivate Verband (DDV), Frankfurt, auf Basis einer aktuellen Umfrage und fordert von Finanzberatern, das Zertifikate-Angebot stärker zu berücksichtigen.

Hartmut Knüppel, DDV

Gefragt war, welchen Anteil Zertifikate in einem ausgewogenen Depot [1] eines mittel- oder langfristig orientierten Anlegers haben sollten. Rund die Hälfte der gut 3.000 Befragten hält einen Zertifikate-Anteil von mehr als zehn Prozent im Wertpapier-Depot für sinnvoll. Ein Viertel der Teilnehmer befürwortet einen Anteil zwischen zehn und 20 Prozent.

Ein Viertel der Befragten will mehr als 20 Prozent Zertifikate

Für jeden Zehnten enthält ein optimales Depot laut DDV sogar zwischen 20 und 30 Prozent Zertifikate und für 16 Prozent mehr als 30 Prozent. Bei den Umfrage-Teilnehmern handelt es sich nach Einschätzung des Verbands in der Regel um gut informierte Anleger, die als Selbstentscheider ohne Berater investieren.

„Zertifikate gehören in jedes erfolgreiche Depot. Gerade im derzeitigen Niedrigzinsumfeld brauchen Privatanleger für ihren langfristigen Vermögensaufbau Finanzprodukte mit überschaubaren Risiken und Renditen oberhalb der Inflationsrate”, so Dr. Hartmut Knüppel, geschäftsführender Vorstand des DDV.

Der DDV-Chef führt aus: “Leider bevorzugen viele Anlageberater aufgrund immenser Haftungsrisiken und Dokumentationsauflagen immer öfter nahezu risikolose, jedoch auch renditearme Produkte. Das kann nicht im Sinne der Beratungskunden sein. Hier geht der Anlegerschutz in die falsche Richtung, und es besteht für die politisch Verantwortlichen dringend Handlungsbedarf.“ (mr)

Foto: DDV