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RCM: China wächst langsamer

Chinas Wirtschaftsdynamik schwächt sich weiter ab. Laut Raiffeisen Capital Management (RCM) könnte das tatsächliche Wachstum der letzten Monate sogar schon deutlich unter die bereits reduzierten offiziellen Prognosen gerutscht sein.

 

Experten vermissen in China die gigantischen Wachstumsraten der zurückliegenden Jahre.

“Der Immobilienmarkt schwächt sich weiterhin ab, wie von Notenbank und Regierung angestrebt, doch dieses Manöver bleibt gesamtwirtschaftlich ein sehr heikler Balanceakt. Industrieproduktion, Güterverkehr, Investitionen und auch Einzelhandelsumsätze zeigen nur noch Zuwächse weit unter den Werten der letzten Jahre”, sagt Angelika Millendorfer, Leiterin des Teams Emerging Markets Aktien bei Raiffeisen Capital Management.

Peking will bislang beim Gelddrucken nicht mitmachen

Peking weist bislang von sich, dass die Notenbank zu geldpolitischen Lockerungen ähnlich denen der USA, Japans und der Eurozone greifen wird. Aber: “Die weitgehende Koppelung des Yuan an den US-Dollar stellt durch die globale Aufwertung der US-Währung unterdessen zunehmend ein Problem für chinesische Exporteure dar – daher dürfte früher oder später eine deutlichere Abwertung der chinesischen Währung gegenüber dem Dollar anstehen”, so Millendorfer.

Zugleich treibt Peking laut der Expertin energisch seine Maßnahmen voran, um die eigene Währung als globale Handels- und Reservewährung neben dem US-Dollar zu etablieren: “Dazu gehört auch die Schaffung von eigenen internationalen Transaktions- und Abwicklungssystemen, um die Abhängigkeit von der aktuell bestehenden globalen Finanzinfrastruktur zu verringern, die auf dem Dollar basiert und von den USA dominiert wird. Ähnliche Schritte geht übrigens auch Russland.” (mr)

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