Anzeige
1. Dezember 2015, 08:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren immer wichtiger für Anleihemanager

Passend zur Pariser Klimakonferenz veröffentlicht Russell Investments eine neue Studie zur Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG-Faktoren) im Anleihemanagement. Demnach versteht eine Mehrheit der befragten Bondmanager aus verschiedenen Ländern ESG-Faktoren als festen Bestandteil ihrer Fundamentalanalyse – Tendenz steigend.

ESG in Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren immer wichtiger für Anleihemanager

Verantwortliches Investieren wird nicht nur im Aktienbereich zur Schlüsselaktion

Aus dem Equity-Bereich ist die Integration von ESG-Faktoren mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Einerseits kann die Analyse von Umwelt-, Sozial- und Steuerungsfaktoren einen wichtigen Beitrag zur gesamten Analyse leisten, andererseits lassen sich mit ihnen ethische Interessen des Kunden bedienen. Dahingegen scheint ESG im Fixed-Income-Bereich auf den ersten Blick ein relativ neues Konzept zu sein.

ESG-Faktoren bei Fixed Income

“Tatsächlich beinhalten bereits zahlreiche Fixed-Income-Strategien ESG-Faktoren”, meint Mike Clark, Director Responsible Investments von Russell Investments, “insbesondere in High-Risk-Bereichen wie Emerging Markets und bei Hochzins-Unternehmensanleihen.” Denn gerade bei diesen risikobehafteteren Anlageklassen würden Nachhaltigkeitsfaktoren Risiken abfedern können. Bondmanager legen dabei insbesondere Wert auf den Faktor Governance, um dem Zinsanspruch der Anleger gerecht werden zu können. Schließlich steige bei einer glaubhaft befolgten Governance auch die Zuversicht, dass Unternehmen bzw. Länder künftigen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen könnten.

Umwelt- und soziale Faktoren auf dem Vormarsch

Zunehmend in den Fokus rückten jedoch auch Umwelt- und soziale Faktoren. Denn Bondmanager trügen auch die Risiken durch Rechtsstreitigkeiten und Reputationsschäden. Klimarisiken und noch bestehende Investitionen in Kohle produzierende Unternehmen würden Bondmanager künftig höchstwahrscheinlich ebenfalls noch stärker als bisher herausfordern.

Hohes Bewusstsein für ESG-Thematik

In einer Studie von Russell Investments vom November 2015 wurden 79 Bondmanager weltweit befragt. Allgemein besteht ein hohes Bewusstsein für die Relevanz der ESG-Thematik. 63 Prozent der Befragten orientieren sich beim Investmentprozess auf ESG-Faktoren. Andere Assetmanager setzen diese jedoch lediglich als lose Moralkriterien ein, die abhängig vom individuellen Verständnis der jeweiligen Kunden variieren können. Dementsprechend unterschiedlich ist die Akzeptanz für eine einheitliche Nachhaltigkeitsinvestmentpolitik. 49 Prozent der Befragten geben an, sich an einer unternehmensinternen oder offiziellen Implementierungspolitik wie den United Principles for Responsible Investment (UNPRI) oder der National Association of Pension Funds (NAPF) Stewardship Disclosure Framework zu orientieren. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...