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6. Mai 2015, 15:57
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“Warum die Dividende nicht der neue Zins ist”

Nun haben wir heute die Situation, dass bei festverzinslichen Wertpapieren aufgrund einer extrem lockeren Zentralbankpolitik und der daraus resultierenden Geldschwemme keine Zinsen mehr zu verdienen sind. Investoren sind dazu gezwungen, Rendite in anderen Anlageklassen zu suchen. So sind die massiven Liquiditätszuflüsse und die damit verbundenen Preisanstiege bei Immobilien, Kunst aber auch bei Aktien zu erklären.

Für den Fall, dass alle Anleger auf der Suche nach Rendite ihre Portfolios zugunsten von Aktien umschichten, würden die Aktienmärkte weiter durch die zufließende Liquidität steigen und immer weniger den tatsächlichen Wert der Unternehmen widerspiegeln. Das kann am Markt zu Blasen führen, die bekanntlich irgendwann platzen. Der risikoscheue Investor hätte eventuell große Verluste zu verdauen.

Die Anleger sollten nicht vergessen, dass die meisten Unternehmen zurzeit in einem positiven Umfeld agieren und dementsprechend gute Dividenden zahlen können. Dies kann sich schnell ändern, sei es durch eine Rezession oder durch unvorhersehbare Faktoren. Ein Beispiel ist die Ölindustrie, wo durch die Halbierung des Ölpreises im Verlauf der letzten zwölf Monate manche Unternehmen bereits heute Dividendenkürzungen vermelden mussten.

Dividende bleibt wichtiger Ertragsbestandteil

Insgesamt betrachtet kann die Dividende den Zins aus Anlegersicht also nicht ersetzen. Sicherlich bleibt die Dividende jedoch ein wichtiger Ertragsbestandteil eines Investmentportfolios. Aus unserer Sicht können Anleger, die in den vergangenen Jahren stark auf Aktien gesetzt haben, heute jedoch einige Gewinne “mitnehmen” – speziell in Märkten wie Deutschland, wo der Dax seit Jahresanfang rund 19 Prozent zugelegt hat. Anleger mit geringen Aktienanteilen können jedoch bei Rückschlägen am Aktienmarkt Positionen aufbauen – vor allem in dividendenstarken Werten. Ziel ist es, über die Jahre eine vernünftige und ihrem Risikoprofil angepasste Asset Allocation aufzubauen, in der die Aktie und somit die Dividende eine maßgebliche Rolle spielen.

Vermögenssicherung im Fokus vieler Anleger

Für ertragsorientierte Anleger ist das Argument “die Aktie ist alternativlos” sicherlich richtig. Letzten Endes steht für viele Anleger heute jedoch die Vermögenssicherung im Vordergrund. Hier hilft nur die zweifellos abgedroschene Phrase: Eine breite Streuung des Vermögens bietet Renditechancen und kann das Vermögen langfristig schützen.

Foto: Plückthun AM

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