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Hinweise auf eine anziehende Teuerungsrate verdichten sich

Am kommenden Donnerstag steht die nächste EZB-Tagung wieder an. Auch diesmal werden die Investoren dieses Event genau verfolgen.

Robert Greil gibt einen Ausblick auf die kommende Handelswoche.

Obwohl sie vermutlich die Entscheidung über eine Verlängerung ihrer Anleihekäufe [1] über März 2017 hinaus auf Dezember verschieben dürfte, wird das „Wording“ vor dem Hintergrund jüngster Marktdiskussionen um ein mögliches Abschmelzen der Anleihekäufe („Tapering“) spannend. Am Montag wird in der Eurozone aber erst einmal der finale Inflationsbericht für September vorgelegt, und am Freitag steht das Verbrauchervertrauen an. Auch in den USA liegt der Fokus nach der Industrieproduktion am Montag auf neuen Inflationszahlen, die am Dienstag kommen.

Daten aus China erwartet

Zahlreiche Indikatoren deuten auf eine ansteigende Rate hin, was auch für Großbritannien [2] (Inflationsbericht am Dienstag) gilt. Wichtig für die Finanzmärkte werden auch Chinas Daten am Mittwoch: Neben den Septemberzahlen für Industrie, Einzelhandel und Investitionen steht am Mittwoch auch das Wirtschaftswachstum für das 3. Quartal an, das der Konsens wie im 2. Quartal bei etwa +6,7 Prozent sieht.

Zitate Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers Kommentiert: „Die weltweiten Anzeichen für leicht steigende Inflationstrends nehmen zu – das dürften auch kommende Woche diverse Daten belegen.“ Der Markt werde am Donnerstag jedes Wort Mario Draghis auf die Goldwaage legen. “Während wir kleinere Anpassungen des Anleihekaufprogramms für möglich halten, dürfte die EZB in Sachen Verlängerung über März 2017 hinaus gerade mit Blick auf den weiteren Inflationstrend in der Eurozone abwarten. Der Ausbau von Clintons Führung in Umfragen gegenüber Trump hat die Märkte etwas beruhigt – doch das Rennen ist noch nicht gelaufen.“ (tr)

Foto: Merck Finck