1. April 2016, 10:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Langfristig erfolgreiche Dividendenstrategien müssen auch auf zyklische Werte setzen

Im jetzigen Marktumfeld sind insbesondere Dividendenstrategien (Income-Strategies), die robuste Erträge erzielen, gegenüber anderen risikoreicheren Strategien für Anleger sinnvoll. Es gibt weiterhin ausgewählte Chancen, Titel im europäischen Aktienbereich zu finden, die ausgewogene Erlöse erzielen. Gastkommenter von Scott Meech, UBP.

Dividenden in Langfristig erfolgreiche Dividendenstrategien müssen auch auf zyklische Werte setzen

Dividenden werden bei Anlegern immer beliebter.

Diese Unternehmen weisen starke Bilanzen vor und generieren Barmittel – eine wichtige Erwägung für Anleger, die angehalten sind, gerade in unsicheren Märkten nicht nur auf die Kapitalwerterhöhung von Aktien zu achten.

Income-Strategien werden aufgrund der Beschaffenheit der Titel oft als defensiv wahrgenommen. Das ist nicht ganz richtig: Es gibt zyklische Werte, die attraktive Dividendenzahlungen bieten und eine wichtige Rolle in ausgewogenen Einkommens-Strategien spielen. Sie weisen gute Bilanzen vor, ebenso wie niedrige Produktionskosten und sind von daher weniger volatil als einige ihrer Wettbewerber. Hierzu gehören beispielsweise Intesa oder Mediaset Espana, die wieder angefangen haben, Dividenden zu zahlen. Derartige Unternehmen können in schwierigen Zeiten nicht nur überleben, sondern restrukturieren und ziehen potenziell Vorteile aus Wettbewerbern mit schwächeren Bilanzen. Unternehmen mit beständigen Einnahmen sind gerade in schwierigen Zeiten sehr attraktiv.

 Anleger müssen umdenken

Anleger und Fondsmanager befinden sich in einer schwierigeren Marktphase, was das Thema Dividenden betrifft: Es gab nur einen relativ sanften Rückgang von Zahlungen in den vergangenen Jahren, was wiederum zu einer gewissen Bequemlichkeit bei Anlegern führte, die finanziellen Voraussetzungen für Dividendenzahlungen in den Unternehmen zu prüfen. Der zunehmende Druck bezüglich globalen Marktwachstums, besonders in den Schwellenländern, wird jedoch für immer mehr Unternehmen zur Herausforderung, ihre Dividenden aus rückgestellten Barmitteln zu begleichen. Denn Dividendenzahlungen, die mit Schulden anstelle von erwirtschafteten Erträgen beglichen werden, sind nicht nachhaltig.

Europäische Unternehmen, im Gegensatz zu ihren Wettbewerbern in den USA, werden weiterhin unter Höchstwerten in Bezug auf ihre Profitabilität gehandelt. Bewertungen sind zurzeit nicht zu teuer. Europa befindet sich in einer anderen Phase seiner Geldpolitik, die sowohl zu den Vor- als auch Nachteilen einer schwachen Währung geführt hat. Dies, zusammen mit dem niedrigen Ölpreis, ist immer noch von Vorteil für europäische Exporteure und den europäischen Verbraucher. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Wirtschaft weiterhin ankurbeln, von daher ist es wahrscheinlich, dass der moderate Aufschwung auch im global verlangsamten Umfeld anhalten wird – gestützt durch den Verbraucher. In vielen Bereichen ist Europa besser als die anderen Weltregionen gerüstet, diese schwierige Phase zu überstehen.

Im Hinblick auf diese Entwicklungen hat das europäische Aktienteam von UBP Asset Management seine erfolgreiche Aktienfondsstrategie bereits seit drei Jahren im Hinblick auf den Konsumgüterbereich übergewichtet – insbesondere, was Medien und Automobiltitel betrifft. Diese Unternehmen haben robuste Dividenden ausgeschüttet und Barmittel generiert. Der Sektor Telekommunikation kann nach einer langen Zeit der Konsolidierung und Restrukturierung ebenfalls auf Unternehmen verweisen, die jetzt wieder stabile Erträge erwirtschaften und attraktive Dividenden zahlen. Hierzu zählen beispielsweise British Telecom (BT) und Orange. Ein weiteres Beispiel ist das portugiesische Postunternehmen CTT, das sein Angebot strategisch um Consumer-Banking erweitert hat und von der wirtschaftlichen Erholung im Land profitieren wird, die zu einem Anstieg von E-Kommerz Aktivitäten führt.

Die Kernthemen des UBAM Euro Equity Income Fund, der mit der oben erwähnten Strategie geführt wird, sind und bleiben unverändert: Das ausgewogene Portfolio mit 30 bis 40 Titeln investiert in Unternehmen mit langfristigen Einkommensstrategien. Seit Auflegung im Jahr 2014 hat der Fonds 11,58 Prozent Rendite erwirtschaftet; seit Anfang 2016 liegt die Rendite bei 1,69 Prozent und somit vor seiner Benchmark, dem MSCI EMU NR (European Economic and Monetary Union).

Scott Meech ist Co-Leiter Europa Aktien bei UBP, Schweiz

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...