Anzeige
3. November 2016, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Positive Daten aus Europa mehren sich

Nach postiven Signalen von der Notenbank und der Konjunkturfront hat Merck Finck die Gewichtung europäischer Aktien auf “Neutral” angehoben.

Merck-Finck-Privatbankiers Robert-Greil Chefstratege-3-Kopie in Positive Daten aus Europa mehren sich

Robert Greil sieht Aktien aus der Eurozone wieder positiver.

Auf Seiten der Notenbanken ist absehbar, dass die Fed im Dezember ihren Leitzins anheben und die EZB ihre hochexpansive Geldpolitik vorerst beibehalten wird. Gute Konjunkturdaten für die US-Wirtschaft, die Unternehmensstimmung beiderseits des Atlantiks, Industrieproduktions- und Auftragstrends sowie das Verbrauchervertrauen in Europa trugen zum klareren Ausblick bei. Zugleich mehren sich auf Basis der gestiegenen Ölpreise die Anzeichen für eine leicht anziehende Inflation. Das würde den Firmen mehr Preissetzungsmacht einräumen.

Auf politischer Seite zeichnete sich lange ein Sieg von Hillary Clinton bei der US-Präsidentenwahl am 8. November ab. Nach neuen FBI-Ermittlungen und Wikileaks-Enthüllungen wurde er zuletzt zwar wieder fraglicher, wie die aktuell erneut ausgeglichenen Umfrageergebnisse zeigen. Allerdings dürfte das US-Wahlsystem Clinton weiterhin bessere Chancen geben als Trump. Spanien bekommt nach einer zehnmonatigen politischen Blockade wieder eine reguläre Regierung. „Mit der Anhebung der Gewichtung europäischer Aktien und von Aktien insgesamt und unserer Empfehlung, noch stärker auf inflationsgeschätzte Euro-Staatsanleihen und diversifizierte Rohstoffinvestments zu setzen, tragen wir den weniger nebulösen Perspektiven mit etwas mehr Risiko bei weiterhin hoher Diversifikation Rechnung”, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers.

Jüngste Entwicklungen: trotz positiver Tendenzen bleiben Risiken

Trotz der jüngsten Entwicklungen bleiben Risiken: Einerseits ist ein US-Präsident Trump weiter möglich, andererseits könnte am 4. Dezember bei Italiens Referendum ein „Nein” zu Premier Renzis Senatsreform politische Turbulenzen hervorrufen. Zugleich bleiben die amerikanische wie auch die chinesische Konjunktur zwar recht stabil, aber anfällig für negative Einflüsse etwa von geopolitischer Seite. Daher geht Merck Finck bei ihrer diversifizierten Anlagestrategie nicht stärker ins Risiko.

Aktien: klarerer Ausblick sollte helfen

Den Aktienmärkten sollte die Kombination aus etwas besseren Zahlen von Unternehmens- wie volkswirtschaftlicher Seite und mehr Klarheit auf politischer wie Notenbankebene helfen. Die aufgehellte Lage hat auch dem Dax etwas Rückenwind verliehen. Der deutsche Leitindex könnte im November über das obere Ende seiner Seitwärtsspanne zwischen 10.300 und 10.750 Punkten ansteigen.

Die Rentenmärkte beginnen vorsichtig, die Anzeichen für eine leicht steigende Inflation einzupreisen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen entfernt sich allmählich von der Null-Linie nach oben. Obwohl dieser Trend volatil bleiben dürfte, ist eine weiter leicht aufwärts gerichtete Entwicklung wahrscheinlicher geworden. Dass im Markt aber auch die Angst vor einem stärkeren Anstieg herrscht, belegen Umfragen, nach denen ein Anleihen-Crash unter Investoren derzeit mit als größtes Risiko angesehen wird. In diesem Umfeld gewichtet Merck Finck die Rentenseite nach wie vor unter.

Für Rohstoffe geht die Bank von einer anhaltenden Stabilisierung der Preisniveaus mit leicht steigender Tendenz aus. Rohstoffpositionen sollten – auch aus Diversifizierungsgründen – aufgestockt werden. Auf der Währungsseite zeigte der US-Dollar gegenüber fast allen Währungen Stärke – zum Euro näherte er sich der Mitte der von Merck Finck prognostizierten Spanne 1,00 bis 1,15 an. (tr)

Foto: Merck Finck

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Diesel: Ist mein Auto vom Fahrverbot betroffen? Provinzial bietet Online-Tool

Ab 2019 müssen Besitzer von Dieselfahrzeugen mit Fahrverboten in mehreren deutschen Großstädten rechnen. Aber nicht nur das: Aktuell ist mit Teilen der A40 sogar die erste Autobahn betroffen. Und es drohen immer mehr Fahrverbote. Um schnell und unkompliziert herausfinden zu können, wo man mit seinem Auto noch fahren darf, bietet der Provinzial NordWest Konzern ab sofort allen Autofahrern online einen Fahrverbotsprüfer.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Krypto-Indexfonds

Krypto-Fonds gibt es bereits. Ein Schweizer Vermögensverwalter ist sich dennoch sicher, mit einem neuen Fonds den Krypto-Markt zu stärken. Regulierung muss Krypto-Anlageprodukten nicht schaden, sie kann ihnen auch nützen, so der Anbieter.

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...