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Unicredit dürfte weiteres Tafelsilber verkaufen

Der durch die italienische Bankenkrise angeschlagene Finanzkonzern Unicredit steht laut einem Medienbericht vor einem milliardenschweren Beteiligungsverkauf an seinen Anteilen von der polnischen Bank polnischen Bank Pekao.

Unicredit dürfte weiteres Tafelsilber verkaufen.

Der staatliche kontrollierte polnische Versicherer PZU und die Italiener seien sich aber beim Preis für das Paket von 40,1 Prozent noch nicht einig, wie die “Financial Times” (FT, Montag) berichtete. PZU sei aber zuversichtlich, die Transaktion noch im Oktober über die Bühne bringen zu können.

Unicredit [1] braucht frisches Kapital und laut “FT” will der seit Mitte Juli an der Bankspitze stehende französische Manager Jean-Pierre Mustier vor der Ankündigung der neuen Strategie im November den Verkauf in trockene Tücher bringen. Anfang Juli hatte Unicredit bereits einen Teil an Pekao abgestoßen.

PZU wolle 3 Milliarden Euro auf den Tisch legen, während Unicredit den Betrag eher in der Nähe von 3,5 Milliarden Euro sehe, schrieb die “FT”. Der Börsenwert der Beteiligung lag zuletzt bei rund 3,1 Milliarden Euro.

Unicredit leidet unter dem Misstrauen von Anlegern in die Stabilität des Hauses angesichts eines hohen Bestandes an faulen Krediten. Die italienische Bank will sich durch Kostensenkungen besser aufstellen und versucht, sich durch Verkäufe von Beteiligungen und Sparten neues Kapital zu besorgen. Beim europäischen Stresstest [2] Ende Juli schloss das Institut besonders schlecht ab. Es gibt immer wieder Spekulationen über eine Kapitalerhöhung.

Unterdessen berichtete die polnische Zeitung “Dziennik Gazeta Prawna”, PZU und die heimische Bank PKO wollten die polnische Leasing-Sparte der österreichischen Raiffeisen-Bank kaufen. Kredite in Schweizer Franken seien bei der Transaktion aber nicht beinhaltet, hieß es weiter. Quelle: (dpa-AFX/tr)

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