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Volatile Börsenwoche mit hohen Kursschwankungen erwartet

Eigentlich erreicht die Feriensaison in Deutschland in der aktuellen Wochen ihren vorläufigen Höhepunkt. In vielen Bundesländern machen die Schulen Sommerpause. An der Börse wird es aber dennoch keine Ruhepause geben.

Merck Finck & Co.-Chefstratege Robert Greil sagt eine spannende Handelswoche voraus.

Neben den beiden Notenbanksitzungen [1] in den USA (Mittwoch) und Japan (Freitag) steht am Freitag kommender Woche die Veröffentlichung der Ergebnisse des Bankenstresstests in der Eurozone an. Makroseitig werden außer weiteren Unternehmens-Stimmungsdaten wie dem Ifo-Geschäftsklima (Montag) das US-Verbrauchervertrauen (Dienstag), die langlebigen US-Auftragseingänge (Mittwoch) sowie in Deutschland das GfK-Konsumklima und in der zweiten Wochenhälfte für Euroland neben ersten Juli-Inflationsschätzungen und Arbeitsmarktberichten auch das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht.

Zahlreiche Konjunkturdaten stehen an

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck & Co., rechnet deshalb auch kurzfristig mit einer erhöhten Volatilität: „Wir stehen vor einer spannenden Woche, die an den Börsen zu größeren Kursschwankungen führen könnte. Nicht nur zahlreiche Makro- und Unternehmenszahlen sprechen dafür, sondern auch zwei wichtige Notenbanksitzungen und die am Freitag anstehenden Ergebnisse des Bankenstresstests in der Eurozone. Nach den Einkaufsmanager-Umfrageergebnissen vom Freitag bringen diese Woche weitere, nach dem Brexit-Referendum durchgeführte Stimmungstests mehr Klarheit zu dessen Aus-wirkungen. Dazu zählen das Ifo-Geschäftsklima sowie das deutsche und britische GfK-Konsumklima.”

Mit Blick auf die Notenbanken sagt Greil: „Nach der Sitzung der EZB stehen diese Woche die Meetings der Fed und der Bank of Japan an: Die Amerikaner werden angesichts des zuletzt klar verbesserten Datentrends wieder deutlicher in Richtung Zinserhöhungen argumentieren. Obwohl sie am Mittwoch ihre Leitzinsen noch unverändert belassen dürften, sollte die Fed im weiteren Jahresverlauf in Sachen Anhebungen nicht unterschätzt werden.” Nach allen bisherigen Ankündigungen gehe es dabei auch um ihre Glaubwürdigkeit

„Wir halten weiterhin einen Zinsschritt bis Jahresende für realistisch. Dagegen steht in Tokio angesichts der anhaltenden konjunkturellen Flaute und deflationärer Tendenzen eine noch weitere Lockerung im Raum. Wir glauben aber nicht, dass Notenbankchef Kuroda tatsächlich mit Helikoptergeld ernst macht. Das fragile Umfeld spricht vorerst für eine Untergewichtung von Risikoanlagen wie Aktien und angesichts der Gefahr hoher Volatilität für eine breite Portfolio-Diversifizierung,“ fügt Greil hinzu. (tr)

Foto: Merck Finck & Co.