27. Juli 2017, 10:58
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Sechs Tipps für ein erfolgreiches Anleiheninvestment

Die Anleiherenditen stiegen zuletzt nicht so stark wie erwartet. Doch nach wie vor sollte kein Anleger, der laufende Erträge will, auf Anleihen verzichten – davon ist Chris Iggo von Axa Investment Managers (Axa IM), überzeugt. Die sechs folgenden goldenen Regeln des Experten sollen Anlegern helfen, mit Anleihen laufende Erträge zu erzielen.

Sechs Tipps für ein erfolgreiches Anleiheninvestment

Chris Iggo, Axa IM, kennt die Charakteristika des Fixed-Income-Segments.

1. Realistische Ziele setzen

Was die richtige Strategie für einen Anleger ist, hängt von seiner Risikobereitschaft ab. Diese bestimmt den maximalen laufenden Ertrag in seinem Anlagezeitraum. Als erstes muss man sich für einen Investmentansatz entscheiden. Dieser sollte sich nach einem realistischen Ziel für den laufenden Ertrag richten – und danach, wann der Anleger das investierte Kapital wieder benötigt.

Darüber hinaus sei der Anlagezeitraum wichtig für die Durationsentscheidung. Können Sie zehn Jahre auf Ihr Kapital verzichten, oder brauchen Sie es schon in sechs Monaten zurück? Davon hängt ab, wie volatil Ihre Anlage im Verhältnis zum benötigten laufenden Ertrag sein darf.

2. Diversifikation der Renditequellen

Diversifikation der laufenden Erträge kann bedeuten, in alle möglichen Assetklassen zu investieren: in Staats- und Investmentgrade-Anleihen ebenso wie in High Yield aus Industrieländern und Emerging Markets weltweit. Weitere Möglichkeiten sind Infrastrukturanleihen und REITs. Diversifikation könne auf Assetklassen- und Einzelwertebene stattfinden.

Ein gut diversifiziertes Anleihenportfolio kann 100 bis 120 Einzelpositionen enthalten, mit Anleihen aus Sektoren mit einem besonders guten Risiko-Ertrags-Profil. Zurzeit sind das Emerging-Markets-Anleihen, High Yield und Unternehmensanleihen aus dem Finanzsektor.

Die Weltwirtschaft wächst jetzt seit geraumer Zeit, so dass in den nächsten fünf Jahren mit einem gewissen Abschwung zu rechnen ist. Mit einem gut diversifizierten Anleihenportfolio kann man Verluste begrenzen, wenn es dazu kommt. Ein weiteres Risiko für Investoren ist die Inflation.

Für Anleger, die verhindern wollten, dass ihre Erträge von der Inflation aufgezehrt werden, sind inflationsindexierte Anleihen eine wichtige Assetklasse. Diversifikation ist unabdingbar. Man sollte nicht zu konzentriert anlegen. Wenn mit einer Position etwas schiefläuft, sind die Folgen für das Gesamtportfolio nicht so gravierend. Um in allen Bereichen gut diversifiziert zu sein, braucht man eine Vielzahl von Einzelpositionen.

3. Kurzläufer in Betracht ziehen

Ein Short-Duration-Ansatz kann das Portfolio weniger anfällig für steigende Zinsen machen. Außerdem erzielt man mit ihm höhere risikoadjustierte Erträge und bleibt liquider als der breite Markt, der aus Anleihen mit allen denkbaren Restlaufzeiten besteht. Für Anleger, die keine hohe Portfoliovolatilität wollen, ist ein Short-Duration-Ansatz zurzeit die beste Lösung.

Die Short-Duration-Portfolios von Axa IM sind so konzipiert, dass jedes Jahr 20 Prozent der Portfoliopositionen fällig werden. Das sorgt nicht nur für eine hohe Liquidität, sondern ermöglicht uns auch, die Erlöse der fälligen Anleihen in die jeweils chancenreichsten Papiere am Markt anzulegen. Wir profitieren also von steigenden Renditen.

Seite zwei: Das Risiko-Ertrags-Profil kennen und Währungsrisiken beachten

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