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Anleihen: Kreditverbriefungen oder Hochzinsanleihen?

Haben Investoren die Entscheidung getroffen, in Anleihen zu investieren, stellt sich immer noch die Frage nach der optimalen Anlageklasse. Auch wenn High-Yield-Anleihen die höheren Zinsen bieten, spricht das aktuelle Marktumfeld laut Fidelity für Kreditverbriefungen.

Eugene Philalithis, Fondsmanager des Fidelity Zins & Dividende argumentiert für Kreditverbriefungen.

Anleiheinvestoren [1] diskutierten, für welche Anlageklasse die Aussichten auf kurze bis mittlere Sicht besser sind: Kreditverbriefungen oder Hochzinsanleihen [2] (High Yields).

Kreditverbriefungen sind laut Eugene Philalithis, Fondsmanager des Fidelity Zins & Dividende erstrangig besichert und haben damit die höhere Sicherheit bei Ausfällen in der Kapitalstruktur des Emittenten.

Drei Fragen erleichtern die Entscheidung

Zudem sei ihre Insolvenzquote, das ist der prozentualen Betrag, den der Investor bei einem möglichen Ausfall des Emittenten vom Nominalbetrag zurückbekommt, im Vergleich zu High Yields deutlich höher.

Bevor man sich Investoren für eine Anlageklasse entscheiden, sollten sie sich drei Fragen stellen: Welcher Zweck hat das Investmentinstrument in meinem Portfolio? Welche Risikoneigung habe ich? Was ist das aktuelle Marktumfeld? Philalithis gibt Kreditverbriefungen derzeit den Vorzug vor Hochzinsanleihen.

Einer der wesentlichen Vorteile dieser Vehikel bestehe darin, dass sie eine flexible Verzinsung bieten. Zinserhöhungen beeinträchtigen ihre Erträge daher nicht unmittelbar. Allmählich steigende Zinsen würden für High-Yield-Anleihen sprechen. Denn die bei Kreditverbriefungen parallel zu den Zinsen langsam steigende flexible Verzinsung gleiche ihren Renditeabschlag zu High-Yield-Anleihen nicht aus. Das Verhalten der Zentralbanken, die die Geldpolitik straffen wollen würden, spreche für einen schnellen Anstieg der Zinsen.

High-Yield-Anleihen: Vermindertes Aufwärtspotenzial

“Unsere derzeitige Präferenz für Kreditverbriefungen hat vor allem mit ihren im Vergleich geringeren Risiken zu tun. Von höheren Renditen – wie bei High Yields häufig der Fall – geht zweifellos ein Risiko für Ertragsanleger aus”, sagt Philalithis.

High-Yield-Anleihen würden in diesem Jahr problemlos höhere Kapitalerträge erreichen. Aber der inzwischen geschrumpfte Renditeaufschlag mindere ihr Aufwärtspotenzial. Sowohl in den USA wie auch in Europa [3] würden die Hochzinsmärkte mittlerweile über dem durchschnittlichen Emissionspreis ihrer Anleihen notieren. (kl)

Foto: Fidelity