Folgen der Normalisierungs-Strategie der Fed

Die amerikanische Notenbank Fed ist aktuell dabei, ihre Strategie für eine „Normalisierung“ ihrer Bilanz zu überdenken. Entzieht das dem US-Anleihenmarkt und dem Markt für globale risikobehaftete Aktiva das Fundament, fragt sich Gavyn Davies von Fulcrum AM.

Die US-Notenbank wird die Geldpolitik weiter straffen.
Die US-Notenbank wird die Geldpolitik weiter straffen.

„Wir denken, dass es drei gute Gründe gibt, warum die Effekte der Normalisierung der Zentralbanken-Bilanz auf die Anleihenmärkte eher eine gedämpfte Wirkung haben wird“, sagt Davies, einer der Gründer und Chairman der Fulcrum Asset Management.

Fed steht Gewehr bei Fuß

„Erstens wird die Bilanz nicht voll auf das Ausgangsniveau von 2008 zurückkehren. So wird das Ausmaß des Einflusses auf den Markt weniger stark sein, als es der ursprüngliche Impact des QE war“, zeigt sich Davies zuversichtlich.

Zweitens werden einige Effekte der zukünftigen Normalisierung der Bilanz bereits vom Markt antizipiert sein. Und drittens steht die Fed Gewehr bei Fuß, mögliche negative Auswirkungen der Bilanzsummenreduktion mit einer Lockerung des beabsichtigten Pfades der kurzfristigen Zinsen zu beantworten, falls dies nötig sein sollte.

„Aus den genannten Gründen, kombiniert mit einer guten Kommunikation, glauben wir, dass die Fed eine derart scharfe Reaktion, wie sie die Ankündigung des Tapering 2013 verursacht hatte, vermeiden kann, wenn sie in den kommenden Monaten ihre Bilanzstrategie erläutert“, sagt Davies.

Foto: Shutterstock

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