Anzeige
Anzeige
4. September 2017, 13:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Macrons schwierige erste 100 Tage Amtszeit

Die 100-Tage-Marke gilt als bedeutender Zeitpunkt, um eine kurze Bewertung der Regierungszeit neuer Präsidenten vorzunehmen. Für die Amtszeit Emmanuel Macrons fällt diese Zwischenbilanz durchwachsen aus. Gastbeitrag von Timothée Pubellier, Kames Capital.

 in Macrons schwierige erste 100 Tage Amtszeit

Timothée Pubellier: “Macron genießt die niedrigste Zustimmung, die ein französischer Präsident je erhalten hat.”

Emmanuel Macrons Wahlkampagne bescherte ihm einen beachtlichen politischen Vertrauensvorschuss, doch schon nach 100 Tagen schwindet das Vertrauen der Bevölkerung. Die ersten Tage seiner Amtszeit verliefen ausgezeichnet, aber recht schnell verdichteten sich die Wolken. Für erste Probleme sorgten die Skandale, die vier Minister der neuen Regierung unter fragwürdigen Umständen zum Rücktritt veranlassten.

Darauf folgte die durch Einsparungen im Verteidigungsbudget ausgelöste Krise, die zum Rücktritt von Generalstabschef Pierre de Villiers führte. Einen vergleichbaren Fall hatte es zuletzt im Jahr 1958 gegeben.

Franzosen sind mit Macron weniger zufrieden als Amerikaner mit Trump

Auch die mangelnde parlamentarische Erfahrung der Macron-Partei (La République en Marche) warf Schatten auf die Fähigkeit des Präsidenten, das Land grundlegend zu reformieren. Gekrönt wurde diese Negativserie dann durch seine Sozialpolitik. So sanken die Zustimmungswerte für den Präsidenten spürbar, nachdem er bekannt gegeben hatte, dass er die anstehende Reform des Arbeitsmarktes eher per Verordnung als über den üblichen parlamentarischen Weg durchsetzen wolle und zudem eine Kürzung der Wohnungsbeihilfe plane.

Nach 100 Tagen Amtszeit ist lediglich ein Drittel der französischen Bevölkerung (36 Prozent) mit dem Handeln des Staatsoberhauptes zufrieden, bei François Hollande lag die Zufriedenheit 2012 bei 46 Prozent. Macron genießt damit die niedrigste Zustimmung, die ein französischer Präsident je erhalten hat und verfehlt sogar den Wert von Donald Trump.

Hinzu kommt, dass lediglich 23 Prozent der Befragten glauben, dass sich das Land in die richtige Richtung bewegt, gegenüber 45 Prozent im August 2007, drei Monate nach der Wahl von Nicolas Sarkozy.

Ehrgeizige politische Agenda

Es gibt aber auch Positives zu vermelden. So erfüllte Emanuel Macron während der dreimonatigen “Gnadenfrist” einige seiner symbolträchtigsten Versprechen. Er überwand durch die Bildung einer fortschrittlichen Regierung und Erneuerung der Nationalversammlung auf bisher nicht gekannte Weise alte Parteigräben.

Seite zwei: Auswirkung auf französische Schuldverschreibungen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...