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So finden Sie aussichtsreiche Nebenwerte

In den vergangenen Jahren konnten Nebenwerte die Titel aus dem Dax im Schnitt deutlich übertreffen. Nebenwerte sind daher interessant für jeden Anleger. Allerdings müssen einige Hausaufgaben bei der Anlage gemacht werden.

Gerade Nebenwerte bieten gute Chancen auf große Kursgewinne.

Ein wichtiges Kriterium für die Investition in Nebenwerte [1] ist eine fundamentale Analyse.

Hierbei ist es wichtig, dass man Aktien mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis erwirbt. Wichtige Indikatoren hierfür sind das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) [2], der Buchwert je Aktie sowie das Kurs-Umsatz-Verhältnis.

Entscheidend ist zudem wie stark die Margen, insbesondere bei der Kennziffer EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen), sind. Ist ein Unternehmen gemessen an der Ertragskraft besser aufgestellt, so ist es keinesfalls verkehrt auch einen Bewertungsaufschlag zu zahlen.

Wachstum ist besonders wichtig

Wichtig für die Kursentwicklung eines Titels ist die zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung. Sind die Perspektiven gut, so kann ein Wertpapier trotz einer bereits hohen Bewertung massiv steigen.

Ein wichtiger Indikator für den zukünftigen Erfolg sind die Analystenschätzungen, [3] die auf diversen Finanzportalen regelmäßig veröffentlicht werden. Natürlich ist es für jeden Investor wichtig, zu überprüfen, wie plausibel diese Experteneinschätzungen sind.

Ist der Markt, in dem das Unternehmen tätig ist, in einem Aufwärtstrend? Wie ist die Konkurrenzsituation in der Branche? Wie gut sind die Produkte der Firma? Wie erfolgreich war das Management in der Vergangenheit? Dies sind nur einige von vielen Fragen, die sich ein erfolgreicher Investor stellen muss.

Seite zwei: Ausreichende Liquidität [4]

Wichtig ist auch ein gutes Timing beim Kauf der Einzeltitel. Wird eine Aktie gerade in vielen Internetmedien und Zeitschriften empfohlen, so ist die Nachfrage und somit der Kurs meist zu hoch.

Vielmehr ist es wichtig Perlen zu finden, die erst zukünftig noch entdeckt werden. Dies erfordert viel Arbeit und eine intensive Recherche.

Ausreichende Liquidität

Investoren, die größere Summen in Nebenwerte investieren möchten, sollten auch immer die Handelsumsätze einer Börse beachten. Sind diese gering, so müssen die Engagements limitiert werden. Ebenfalls kann es sich lohnen, Käufe oder Verkäufe auf mehrere Tage zu verteilen, damit der Kurs nicht in eine ungünstige Richtung läuft.

Wurde ein Wertpapier erworben, so gilt es die Nachrichtenlage bei der entsprechenden Firma zu beobachten. Insbesondere Quartalsberichte können entscheidende Impulse für die zukünftige Kursentwicklung liefern.

Riesiges Universum

Die Auswahl an Nebenwerten ist riesig. Deshalb gibt es immer wieder unentdeckte Titel in den USA, in Europa aber auch in Deutschland.

Generell sind Unternehmen zu empfehlen, die noch attraktiv bewertet sind und über eine positive Geschäftsdynamik verfügen. Da diese Asset-Klasse nicht so stark von Analysten durchleuchtet wird wie das Blue-Chips-Segment, bieten sich immer wieder hervorragende Chancen. (tr)

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