23. Oktober 2017, 08:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Automatisierung die Zukunft verändert

Durch die Kombination der digitalen Weiterentwicklung der Informationstechnik mit der etablierten industriellen Produktionstechnik können Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielen. Schon heute zeigt sich der technische Fortschritt in vielen Fabriken: Variable Montageanlagen und flexible Automationslösungen ermöglichen eine kundenindividuelle Fertigung. Dass immer mehr – auch kleinere und mittlere Unternehmen – in die Weiterentwicklung ihrer Produktionsstätten investieren, liegt auch daran, dass die Kosten der Automatisierung zunehmend bezahlbar werden.

Cobots auf dem Vormarsch

Vor allem der Markt für sogenannte Cobots (Collaborative Robots) verzeichnet ein immenses Wachstum. Cobots sind eigens für die Kooperation mit Menschen konstruiert, sie assistieren bei der Ausführung komplexer Aufgaben. Anders als klassische Industrieroboter sind Cobots oft schon für unter 50.000 US-Dollar zu haben – eine Preishürde, die auch für kleinere Unternehmen nicht sonderlich hoch ist, so dass viele das Experiment wagen und die Arbeitsweise eines kollaborativen Roboters testen.

Starkes Wachstum bei Industrierobotern

Nach Angaben des Weltroboterverbands International Federation of Robotics (IFR) werden die weltweiten Installationen von Industrie-Robotern im laufenden Jahr um insgesamt 18 Prozent ansteigen. Bis 2020 rechnet der Verband in den Fabriken der Welt mit mehr als 1,7 Millionen neuen Einheiten. 74 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen dabei auf China, Südkorea, Japan, die USA und Deutschland. Allein China vereint einen Marktanteil von 30 Prozent auf sich. Peking hat bereits im Jahr 2014 die Roboter-Revolution ausgerufen und den Ausbau der Roboterisierung in seinen Fünfjahresplan aufgenommen.

Das Nachbarland Südkorea verzeichnet derzeit die höchste Roboterdichte der Welt: Rund 630 Roboter pro 10.000 Beschäftigte sind vor allem bei der Herstellung von LCD- und Speicherchips installiert. Japan ist hingegen das führende Land bei der Roboterfertigung. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, haben die japanischen Roboterlieferanten ihre Kapazität seit 2010 sukzessive erhöht.

Seite drei: Symbiose zwischen Mensch und Maschine

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. So wenig wie Menschen immer den Untergang der Zivilisation an die Wand malen, weil Roboter mehr und mehr Aufgaben übernehmen, so wenig mag ich Beiträge, die in das andere Extrem umschlagen und die Dinge rosiger sehen als sie sind.

    Denn damit das gilt

    “dass die Automation standardisierter Geschäftsprozesse ein keineswegs neues Phänomen ist.”

    braucht es erst einmal standardisierte Geschäftsprozesse.

    Das klingt banaler als es ist, vor allem bei einem familiengeführten KMU, wo sich alle möglichen Gemengelagen mischen und die Standardisierung meist daran scheitert, dass der Inhaber die Schwiegermutter in der Verwaltung nicht zurechtweisen möchte.

    Aber auch ohne das ist es verdammt schwer Strukturen zur Standardisierung zu schaffen (auf denen aufbauend die Automatisierung/Transformierung erfolgen kann), da immer gegen vorhandene Strukturen angekämpft werden muss. Da ist schon die Einführung eines ERPs oft eine langfristige Aufgabe, ganz zu schweigen von mehr.

    Kurz: (echte) Standards sind in der Realität der meisten KMUs nicht vorhanden.

    Und dann ist da natürlich noch die Frage der Investition: Zwar sehen in Umfragen KMUs & Co. immer den Bedarf zur Investition, aber dies umzusetzen haben dann deutlich weniger Unternehmen auf der Tagesordnung – meist hört es dann auch mit der Internetseite (!?) auf. Wirklich realisiert werden echte Projekte zur digitalen Transformation nur von einer verbleibenden handvoll Firmen.

    Kommentar von Tim — 23. Oktober 2017 @ 13:49

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Neues Vorstandsressort: Nagore wird Produktvorstand bei Verti

Der Aufsichtsrat der Verti Versicherung hat Carlos Nagore (51) mit sofortiger Wirkung in den Vorstand berufen. Der gebürtige Spanier übernimmt in der neugeschaffenen Funktion das Ressort Produkt.

mehr ...

Immobilien

Crowdinvesting: Stellen Sie sich breit auf!

Immobilien stellen das wachstums- und volumenstärkste Crowdinvest-Segment 
in Deutschland dar. Mit den regulatorischen Vorgaben für Privatanleger haben sich die Anbieter zwar arrangiert, hätten aber auch nichts dagegen, wenn die Bundesregierung sie kippen würde. Teil Eins

mehr ...

Investmentfonds

“Chancen ergeben sich aus der Ineffizienz der Kapitalmärkte”

Lohnt es sich trotz der ernüchternden Ergebnisse in 2018 in Value-Strategien zu investieren? Darüber hat Cash. mit Andreas Wosol gesprochen. Wosol ist Head of Multi Cap Value & Senior Portfolio Manager des Amundi European Equity Value.

mehr ...

Berater

“Deutsche Commerz”: Mitarbeiter kämpfen gegen Fusion

Gewerkschaften machen von Anfang an Front gegen ein Zusammengehen von Deutscher Bank und Commerzbank. Sie fürchten den Verlust Zehntausender Jobs und die Schließung zahlreicher Filialen. Verdi will nun Kräfte bündeln. Auch die EU-Kommission meldet sich zu Wort.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin-Kampfansage an Vermögensanlagen

Die BaFin hat verschiedene Arten von Vermögensanlagen-Emissionen in Bezug auf Bedenken für den Anlegerschutz “verstärkt im Blick”, genauer gesagt: fast alle. Sie droht sogar “Produktinterventionen” an, also Verbote. Ein Hammer. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
22.03.2019

RWB Group wird 20

Recht

BFH kippt den Bauherrenerlass

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat eine uralte steuerliche Restriktion für geschlossene Fonds kassiert. Darauf weist die Beratungsgesellschaft Baker Tilly jetzt hin. Es gibt Vorteile für die heutigen Fonds, aber auch eine Fußangel.

mehr ...