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Fünf Gründe für den Einstieg in Schwellenländer

Auch wenn die Kurse von Aktien und Anleihen der Schwellenland-Märkte im vergangenen Jahr bereits stark gestiegen sind, lohnt sich der Kauf immer noch. Überzeugt davon ist Gonzalo Pángaro von der Investmentgesellschaft T. Rowe Price. Seine Argumente für die Investition in Schwellenländer:

Abgebildet sind die Währungen Chinas, Indiens, Russlands und Brasiliens. Alle vier Volkswirtschaften gehören zu den Brics-Staaten (Brazil, Russia, India, China und South Africa), Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

T. Rowe Price bewertet die Performance der Schwellenländer in 2017 [1] als “hervorragend”. “Wir gehen davon aus, dass der Trend auch 2018 anhält. Die Emerging Markets sind heute weitaus stabiler als noch vor ein paar Jahren”, sagt Gonzalo Pángaro, Portfoliomanager Emerging Markets Equity bei T. Rowe Price.

Politische und wirtschaftliche Reformen

Viele dieser Volkswirtschaften hätten sinnvolle wirtschaftliche und politische Reformen eingeleitet. Weiterhin seien Risiken wie Leistungsbilanzdefizite und niedrige inflationsbereinigte Zinssätze in vielen Regionen beseitigt worden.

“Auch wenn Schwellenländer angesichts der guten Performance relativ hoch bewertet sind – bleiben sie im Vergleich zu den entwickelten Ländern für Investoren immer noch sehr attraktiv”, so Pángaro.

Attraktive Bewertungen

Das weltweit starke Wirtschaftswachstum habe auch Unternehmen in den Schwellenländer gestützt. “Der Konjunkturschub ermöglicht weitere Unternehmensgewinne. Darüber hinaus gehen die Firmen wichtige Schritte, um die Kosten zu kontrollieren und die Gewinnmargen zu erhöhen”, sagt Pángaro.

Investitionen erhöhen Aktiendividenden

Zudem verbessern Unternehmen laut Pangáro durch ihre disziplinierten Investitionen ihre Cashflows, was zu höheren Dividenden bei Aktien aus den Emerging Markets führe. “Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis schneiden die Emerging Markets gegenüber den Industrieländern immer noch überdurchschnittlich ab”, so Pángaro.

Seite zwei: Aufschwung nicht nur in Asien [2]

Schwellenländer in Südostasien seien wegweisend dabei Reformen umzusetzen und fundamentale Ungleichgewichte zu korrigieren, insbesondere Indien und Indonesien. Das stabile Wirtschaftswachstum in China zeige, dass auch in den anderen asiatischen Schwellenländern ein nachhaltiger Aufwärtstrend möglich ist.

Wachsender Wohlstand

Die prosperierende Volkswirtschaft Chinas [3] verbessere die Lebensqualität der Menschen und unterstütze den Abbau der Staatsschulden. Doch gebe es auch ein Risiko für die fernasiatische Region: die geopolitischen Spannungen in Nordkorea.

Investorenfreundliche Reformen in Lateinamerika

Neben den asiatischen Schwellenländern sind laut Pángaro zudem einige Länder in Lateinamerika interessant. Ein Grund dafür seien die politischen, investorenfreundlichen Reformen, wie beispielsweise in Argentinien und Brasilien.

Als Beispiel nennt Pángaro die Strukturreformen, die Michel Temer, seit Mitte 2016 Präsident Brasiliens, auf den Weg gebracht hat: “Die beeindruckende Rally und die außerordentliche wirtschaftliche Erholung des Landes sprechen für sich.”

Hinsichtlich der Aussichten für Mexiko ist er hingegen etwas vorsichtiger. Zum einen gebe es noch Unsicherheiten über den Status des künftigen Freihandelsabkommens mit den USA. Zu anderen könnte ein möglicher Sieg des linken Kandidaten Andrés Manuel López Obrador bei den Präsidentschaftswahlen im Juli 2018 für eine schlechte Stimmung an der Börse sorgen.

Sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen könnten Investoren dieses Jahr gut geführte Unternehmen in den Schwellenländern finden, die überdurchschnittliche Renditen bringen. (kl)

Foto: Shutterstock