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Erster Blockchain-Aktienfonds

Mit der Chainberry ist seit gestern der erste Blockchain-Aktienfonds erhätltlich. Die Blockchain wird unsere Wirtschaftsstrukturen grundlegend verändern, ist sich der Geschäftsführer von Chainberry Asset Management sicher. So findet der Fonds chancenreiche Unternehmen:

Schon jetzt gibt es automatisierte Lagerhallen. Durch den Einsatz der Blockchain können zum Beispiel Waren-Ein und -Ausgänge noch effizienter erfasst werden.

Chainberry Asset Management legt gemeinsam mit der Service-KVG Hansainvest den Chainberry Equity auf. Der Fonds ist nach Angabe des Unternehmens der erste Blockchain-Aktienfonds Deutschlands.

“Die Blockchain-Technologie verändert die Wirtschaft enorm”, sagt Karsten Müller, Geschäftsführer von Chainberry. “Noch sind die Auswirkungen gar nicht vollständig absehbar. Sicher ist aber, dass der Aufbau der Infrastruktur über die kommenden Jahre ein enormes Potenzial bietet.”

Schlüssel zum Internet der Dinge

“Die Blockchain-Technologie ermöglicht es, bei Transaktionen ohne Mittler auszukommen. Solche Mittler absorbieren Schätzungen zufolge zwanzig Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung jährlich”, ergänzt Müller.

Zudem sei die Blockchain der Schlüssel für den Einsatz künstlicher Intelligenz [1] und für das Internet der Dinge. “Künstliche Intelligenzen werden in Zukunft bestimmte Entscheidungen eigenständig treffen und die resultierenden Transaktionen via Blockchain automatisiert [2] abwickeln. Sie werden für ihre Entscheidungsfindung auf alle möglichen Datenquellen wie etwa Maschinen oder auch den berühmten intelligenten Kühlschrank zurückgreifen”, sagt Müller.

Seite zwei: Wichtiges zum Fonds [3]

Daher brauche es in Zukunft kaum noch menschlichen Input [4]. Das Anlageuniversum des Chainberry Fonds seien Unternehmen, die die Grundlagen für diese Umwälzung schaffen und die Infrastruktur für die Blockchain aufbauen. Das Fondsmanagement selektiere Aktien nicht nur nach der klassischen Fundamentalanalyse, sondern analysiere auch die Patentportfolios der Unternehmen.

Rahmendaten des Fonds

Aus den untersuchten Parametern werde ein Wert für die Attraktivität des Patentportfolios gebildet und mit den fundamentalen Daten des Unternehmens zusammengeführt. “Daraus ergibt sich dann die finale Entscheidung, welche Aktien ins Portfolio kommen”, sagt Müller.

Der Fonds wurde am 3. September 2018 von der Service-KVG Hansainvest aufgelegt, die auch die anschließende Verwaltung übernimmt. Mindestens 51 Prozent des Anlagevermögens müssen jederzeit in Aktien und diesen gleichwertigen Wertpapieren investiert sein.

Der Fonds kann maximal 49 Prozent Cash und Cash-ähnliche Instrumente halten, bis zu zehn Prozent des Fondsvermögens kann in andere Fonds investiert werden. Der Einsatz von Derivaten ist möglich. Die Erträge des Fonds werden ausgeschüttet.

Der Chainberry Equity ist im Risiko- und Ertragsprofil in Kategorie 5 eingestuft, weil sein Anteilpreis verhältnismäßig stark schwanken kann und deshalb sowohl Verlustrisiken als auch Gewinnchancen relativ hoch sein können.

Foto: Shutterstock