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Kräftiges Plus für US-Wirtschaft

Die Konjunktur der USA bleibt dynamisch, während Deutschlands Wirtschaft von einer drohenden Eurokrise und dem Handelsstreit belastet wird. Für den Aufschwung in den USA ist jedoch nicht der Staat verantwortlich. Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel

Carsten Mumm: “Die hohe Konsumbereitschaft der US-Bürger und die positiven Effekte aus der US-Steuerreform werden die US-Wirtschaft auch in den kommenden Monaten beflügeln.”

Mit einem vorläufigen Plus von 2,9 Prozent auf Jahresbasis hatte die US-amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal ein so kräftiges Wachstum zu verzeichnen, wie zuletzt im zweiten Quartal 2015. Die Steigerung der privaten Konsumausgaben um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr trugen ebenfalls zu dem positiven Ergebnis bei.

Für den größten Wachstumsbeitrag sorgten jedoch die privaten Investitionen mit einem Plus von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die hohe Konsumbereitschaft der US-Bürger und die positiven Effekte aus der US-Steuerreform werden die US-Wirtschaft auch in den kommenden Monaten beflügeln.

Krise in Europa betrifft USA kaum

Im Vergleich dazu hat sich die Wachstumsdynamik [1] in Deutschland mit einem Anstieg des BIP um lediglich 0,3 Prozent im ersten Quartal (im Vergleich zum vierten Quartal 2017) zuletzt abgekühlt.

Von drohenden Handelsbeschränkungen [2] und der befürchteten Neuauflage der Eurokrise angesichts der Geschehnisse in Italien [3] ist die Stimmungslage in den USA – ganz im Gegensatz zu Deutschland –  offensichtlich kaum betroffen.

Carsten Mumm ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

Foto: Donner & Reuschel