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Ökoworld stellt Nachhaltigkeitsansatz vor

Die auf nachhaltige Kapitalanlagen spezialisierte Ökoworld AG, Hilden, präsentiert ihren strengen Nachhaltigkeitsansatz beim CDP-Workshop in Frankfurt. Ein Gastbeitrag von Verena Kienel, Sustainability Analyst bei Ökoworld.

Für Unternehmen rund um den Globus sollte die Etablierung von Umwelt- und Klimastandards höchste Priorität haben.

Über 140 Vertreter und Vertreterinnen von verschiedenen weltweit tätigen Unternehmen und Organisationen nahmen am 10. April in Frankfurt am diesjährigen Spring Workshop des CDP, einer internationalen gemeinnützigen Organisation, teil. Ziel der Organisation ist es, dass vor allem Unternehmen, aber auch Kommunen und Regierungen Umweltdaten wie Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Reduktionsziele und die Klimastrategie veröffentlichen. Zu diesem Zweck hat CDP verschiedene detaillierte Fragebögen zu den Themen Klimawandel [1], Wasser, Lieferkette und Wald entwickelt, welche Unternehmen jährlich beantworten können. CDP hat basierend auf diesen Daten eine umfassende Datenbank entwickelt, welche als eine der umfangreichsten Quellen weltweit für Information darüber gilt, wie Unternehmen und Regierungen Umweltmanagement und -schutz vorantreiben.

6.300 Unternehmen legen Umweltdaten offen

Im Jahr 2017 haben über 6.300 Unternehmen, die zusammen rund 55 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ausmachen, ihre Umweltdaten durch CDP offengelegt. Diese Zahl soll weiter erhöht werden – dafür engagiert sich Ökoworld [2] bei Initiativen seitens CDP, welche Unternehmen auffordern und anregen sollen, an der CDP Berichterstattung teilzunehmen.

Ökoworld wurde speziell eingeladen, um an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Ziel der Podiumsdiskussion war es vor allem, den anwesenden Unternehmensvertreter/-innen deutlich zu machen, dass sich der Aufwand zur Sammlung und Veröffentlichung ihrer Umweltdaten lohnt. Denn Investoren wie Ökoworld und Allianz, ein weiterer Teilnehmer an der Podiumsdiskussion, verwenden diese Daten, um Unternehmen zu bewerten und darauf basierend gegebenenfalls Investment Entscheidungen zu treffen.  Die interaktive Podiumsdiskussion, bei welcher Ökoworld mit seinem strengen Nachhaltigkeitsansatz  überzeugen konnte, wurde interessiert vom Publikum verfolgt

Unternehmen müssen sich mit Klimastrategie und Emissionen beschäftigen

Der direkte Dialog im Anschluss verstärkte den Eindruck, dass sich einiges im Bewusstsein der Unternehmen bewegt, jedoch noch viel zu tun ist. Ökoworld forderte die anwesenden Unternehmensvertreter/-innen auf,  sich verstärkt mit der Klimastrategie und den Emissionen ihres Unternehmens zu beschäftigen und die Daten zu veröffentlichen. Dies ist nicht nur im Interesse von potentiellen Investoren, sondern auch um den Klima- und Umweltschutz stärker in der Unternehmensstrategie zu verankern und das Unternehmen damit zukunftsfähiger zu machen.

Seite zwei: Wie Ökoworld die Daten von CDP verwendet [3]

Ökoworld ist ein Investor Mitglied bei CDP. Diese Mitgliedschaft ermöglicht Ökoworld Zugang zu allen von Unternehmen veröffentlichten Umweltdaten, welche in die Analyse und Bewertung von Unternehmen mit einfließen. Das Team des Sustainability Research überprüft die für das jeweilige Anlageuniversum der Ökoworld-Fonds in Frage kommenden Unternehmen. Bei der Überprüfung werden  vorab definierte soziale, ethische und ökologische Kriterien berücksichtigt.

Ökologische Bewertung von Unternehmen

In die Bewertung eines Unternehmens unter ökologischen Gesichtspunkten fließen u.a. die Daten zu den Treibhausgasemissionen des Unternehmens mit ein. Hierbei  wird zwischen 3 Arten von Treibhausgasemissionen unterschieden: Scope 1 Emissionen, zu welchen alle direkt von dem Unternehmen freigesetzten Emissionen zählen, beispielsweise durch die Nutzung eines Gebäudes und stationärer Anlagen; Scope 2 Emissionen, welche indirekte Emissionen bspw. durch den Verbrauch von eingekauften Strom oder Wärme beinhalten und Scope 3, worunter alle außerhalb des Unternehmens bspw. in der Lieferkette oder durch die Nutzung des Produktes entstehenden Emissionen gezählt werden.

Maßnahmen der Unterenhmen im Fokus

Bei der Unternehmensanalyse werden jedoch nicht nur die Daten an sich bewertet, sondern auch die Entwicklung der Emissionen über mehrere Jahre hinweg. Insbesondere berücksichtigt werden die Maßnahmen, die das Unternehmen unternimmt, um seine Emissionen zu reduzieren. Zudem kommen bei der Überprüfung auch die Klimastrategie  des Unternehmens [4] und die Zielsetzungen zum Tragen. Diese Daten sind in den verschiedenen CDP Reports enthalten und werden alle bei der Unternehmensbewertung  berücksichtigt. Durch die Berichterstattung an CDP ermöglicht ein Unternehmen daher eine bessere und umfassendere Überprüfung durch das Sustainability Research Team.

Foto: Ökoworld