Fünf Gründe für Hochzinsanleihen

Anleger sehnen sich nach Sicherheit und hohen Renditen gleichzeitig. Der High-Yield-Sektor verspricht zumindest Letzteres. Warum Investoren jetzt in Hochzinsanleihen einsteigen sollten und worauf sie dabei achten müssen:

Gastbeitrag von Alain Krief, Oddo BHF Asset Management

Alain Krief ist Global Head of Fixed Income and Convertible Bonds, OddoBHF Asset Management
Alain Krief: „Mit einer Rendite von rund vier Prozent bieten Hochzinsanleihen auch bei stabilen Spreads weiterhin Wertpotenzial.“

Rezessionssorgen und geopolitische Risiken treiben Investoren in sichere Anlagen. Dass die Renditen von Staatsanleihen auf historischen Tiefstständen liegen, ist für Anleiheinvestoren jedoch problematisch. Renditeorientierte Anleger haben daher ihre Allokation an den Kreditmärkten, sowohl im Investment Grade- als auch im High Yield-Bereich, erhöht.

Stabile Wirtschaft, unterstützende Geldpolitik

Sollte die Weltwirtschaft in die Rezession abgleiten, wären Hochzinsanleihen die falsche Wahl. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, ist Oddo BHF AM aber zuversichtlich, dass sich die globale Wachstumsrate in den Jahren 2019 und 2020 über drei Prozent stabilisieren wird. Dies sollte den Markt für Hochzinsanleihen unterstützen.

Rückenwind kommt zudem von der Geldpolitik. Die US-Notenbank hat ihren Zinserhöhungszyklus unterbrochen, und die EZB verschiebt einmal mehr den Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik. Da keine Inflationsgefahr besteht, sollten auch die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA und Deutschland niedrig und sogar negativ bleiben. Hochzinsanleihen haben also ein gutes Rendite-Risikoverhältnis.

Niedrige Verschuldung

Das Marktumfeld ist vorteilhaft und der Verschuldungsgrad der europäischen Unternehmen nähert sich einem historisch niedrigen Niveau. Die Zinsdeckung, also die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen Zinszahlungen nachzukommen, bleibt hoch.

Seite zwei: Risiken von Hochzinsanleihen

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