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Aktien: Banken europaweit gefragt – Frankfurter Häuser vorne dabei

Ermutigende Anzeichen für die Kapitalausstattung bei einigen südeuropäischen Branchenwerten lassen am Montag die Aktionäre im Bankensektor risikofreudiger agieren. 

Experten äußern sich neuerdings vorsichtig optimistisch zu den individuellen Geschäften von Deutscher Bank und Commerzbank.

Der europäische Bankenindex rückte am Vormittag um 1,3 Prozent vor und war damit unter den drei größten Gewinnern in der Stoxx-600-Übersicht.

Die positive Richtung gaben die Aktien [1] der Banco BPM vor mit einem Anstieg um fünf Prozent, nachdem das italienische Finanzhaus eine deutlich über den Anforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) liegende Kernkapitalquote veröffentlicht hatte.

Deutsche Bank und Commerzbank legen zu

Dies stimmte Anleger im italienischen Bankensektor, der mit den Folgen der Schuldenkrise kämpft, allgemein optimistisch. Auch Ubi Banca und Unicredit gehörten zu den großen Kursprofiteuren.

Für die deutschen Institute ging es am Montag ebenfalls überdurchschnittlich bergauf: Aktien der Deutschen Bank [2] und der Commerzbank legten im Dax und MDax zwei beziehungsweise 3,5 Prozent zu, Händlern zufolge mit dem Rückenwind des positiven Branchenumfelds.

Seite zwei: Spekulation über mögliche Fusion [3]

Im Blick stehen die beiden Aktien auch weiter wegen der Spekulation über eine mögliche Fusion. Am Freitag hatte es in einem Bericht der “Wirtschaftswoche” unter Berufung auf Kreise geheißen, dass es sinnvoll sei, einen Zusammenschluss noch vor der Europawahl im Mai auf den Weg zu bringen.

Experten äußern sich neuerdings auch vorsichtig optimistisch zu den individuellen Geschäften der beiden deutschen Großbanken.

Bei der Commerzbank [4] etwa rechnet das Bankhaus Lampe im Zuge der an diesem Donnerstag anstehenden Zahlen zum vierten Quartal mit einer deutlichen Verbesserung beim operativen Gewinn.

Positives Fazit bei Deutscher Bank

Analyst Neil Smith erwartet in seiner Studie weiter gesunkene Risiken im Geschäftsbereich “Asset & Capital Recovery Unit”, der problematische Engagements zusammenfasst.

Bei der Deutschen Bank [5] dagegen zog JPMorgan ein ermutigendes Fazit eines Treffens mit dem obersten Management.

Vorstandschef Christian Sewing und der Finanzchef James von Moltke hätten den Eindruck hinterlassen, dass sie bei den Kosten, der Bilanz und der Liquidität des Geldhauses vorankommen, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer am Montag vorliegenden Studie. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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