29. April 2019, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bröning: Dieses Mal ist alles anders

Aufmerksame Börsenbeobachter dürften sich Ende März verwundert die Augen gerieben haben. Zum ersten Mal seit 2006 invertierte die US-Zinsstrukturkurve, also der Abstand der Verzinsung zwischen Anleihen mit dreimonatiger und Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit.

Die Bröning-Kolumne

Bröning: Dieses Mal ist alles anders

Tim Bröning: “In den nächsten Monaten ist erhöhte Aufmerksamkeit bei der Konjunkturentwicklung angebracht.”

Konkret bedeutete das: Anleger bekamen für eine Laufzeit von drei Monaten einen höheren Zins als für eine Laufzeit von zehn Jahren.

Das widerspricht jeglichem ökonomischen Sachverstand. Eine längere Laufzeit bei Anleihen bedeutet grundsätzlich auch ein höheres Risiko für den Gläubiger.

Während das Risiko für die Rückzahlung eines Kredits – und nichts anderes ist eine Anleihe – für wenige Monate gut kalkulierbar ist und deshalb mit geringeren Zinsen bepreist wird, muss der Schuldner für eine längere Laufzeit normalerweise einen (Risiko-)Aufschlag, also einen höheren Zins, bezahlen.

Rezession schon im kommenden Jahr?

Jeder Häuslebauer kennt das. In der einschlägigen Finanzpresse überschlugen sich in den letzten Wochen die Berichterstattungen zu diesem seltenen Phänomen der inversen Zinsstrukturkurve. Das wirft die Frage auf, warum diesem Thema eine so hohe Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Der Grund ist einfach und zugleich besorgniserregend. Betrachtet man die USA, so kann man erkennen, dass die letzten sieben Rezessionen allesamt von einer Inversion der Zinsstrukturkurve angekündigt wurden, und das mit einem Vorlauf von zwölf bis 18 Monaten.

Vorausgesetzt, dieser Zusammenhang besteht auch dieses Mal, könnte eine Rezession im zweiten oder dritten Quartal 2020 eintreten.

Seite zwei: Anlegern wird Angst und Bange

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...