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Mittelstand und Digitalisierung: Das Drittel-Phänomen

Mehr als zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland sehen die Digitalisierung als Erfolgsfaktor für das Geschäft. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) bei tausend mittelständischen Unternehmen im November vergangenen Jahres durchgeführt hat. Dabei teilen sich die Mittelständler in drei etwa gleich große Gruppen auf.

Digitalisierung sorgt für mehr Umsatz und Service.

37 Prozent der Befragten sehen einen großen Einfluss der Digitalisierung auf Produkte, Services und das eigene Geschäftsmodell; weitere 32 Prozent gehen davon aus, dass die Digitalisierung in bestimmten Bereichen Auswirkungen hat. Ein knappes Drittel sieht keine wesentlichen Auswirkungen der Digitalisierung [1] auf ihr Unternehmen.

“Die Unternehmen in Deutschland sollten die Möglichkeiten digitaler Services für ihre Unternehmen sehr genau prüfen und sich weiter fit für die Zukunft machen”, so DSGV-Präsident Helmut Schleweis. Dies sei auch angesichts eines sich aktuell eher abflachenden Wirtschaftsaufschwungs wichtig. Wesentlich für die Entwicklung des Mittelstands seien aber auch die digitalen Rahmenbedingungen. “Beispielsweise ist ein zügiger Ausbau des 5G-Netzes bundesweit und eben nicht nur in ausgewählten Regionen Deutschlands von enormer Bedeutung. Hier muss die Politik schnell Entscheidungen treffen”, so Schleweis. Schnelle und moderne Datenbahnen seien im weltweiten Vergleich wesentliche Erfolgsfaktoren für mittelständische Unternehmen, so der DSGV-Präsident.

Brexit: Mittelstand würde eine längere Übergangszeit beim Austritt aus der EU mehrheitlich begrüßen

Sorgen bereitet den Unternehmen auch die weiter völlig unklare Situation rund um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union [2]. Ein Großteil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland würde eine längere Übergangsphase begrüßen. Das gaben 43 Prozent der mittelständischen Unternehmen Ende vergangenen Jahres in der repräsentativen Umfrage des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) an.

“Aktuell ist diese Zahl sicher nicht kleiner geworden. Der gestern vorgestellte sogenannte Plan B aus London ist kein Schritt nach vorn. Die Unternehmen sind aufgefordert, sich auf alle Szenarien, also insbesondere auch auf einen ungeregelten Brexit mit allen seinen Auswirkungen, einzustellen”, so Schleweis.

Dies sei besonders wichtig, da sich Ende 2018 die Mehrheit der Befragten – 53 Prozent – noch keinen Überblick über die Auswirkungen für das eigene Unternehmen verschafft hatte. 29 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sich “ein wenig” damit beschäftigt zu haben; erst gut 14 Prozent hatten sich bereits “intensiv” mit den Auswirkungen des Brexit auseinandergesetzt. Vor diesem Hintergrund, so Schleweis, sei es für Unternehmen höchste Zeit, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. (fm)

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