3. Januar 2019, 07:49
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“China ist zu groß, um ignoriert zu werden”

Warum Anleger auf Unternehmensanleihen auf Schwellenländer, aber nicht unbedingt auf China setzen sollten, welche weltweiten Probleme dort ausgelöst werden könnten und warum, darüber hat Cash.-Online mit Charles de Quinsonas gesprochen, Deputy Manager des M&G Emerging Markets Bond Fund und des Emerging Markets Hard Currency Bond Fund.

Charles-de-Quinsonas-mg in China ist zu groß, um ignoriert zu werden

Charles de Quinsonas: “Es gibt aus der Wirtschaftsgeschichte keine Erfahrungswerte, wie ein Schuldenberg wie der chinesische abgetragen werden kann, ohne eine Schuldenkrise auszulösen.”

Warum sollten Privatanleger in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern investieren?

de Quinsonas: Emerging-Markets-Unternehmensanleihen (EM-Unternehmensanleihen) in Hartwährung sind mit einem Volumen von 2,1 Billionen Dollar aus über 50 Ländern und zahlreichen Branchen breit gestreut. Die Anlageklasse diversifiziert ein globales Anleiheportfolio und ist weniger empfindlich gegenüber Exchange Traded Funds (ETFs) und passiven Investments als EM-Staatsanleihen und kann daher stabilere Renditen bieten, wenn der Markt schwankt. Unsere Analyse der risikoadjustierten Spreads zeigt, dass die Aufschläge von EM-Unternehmensanleihen gegenüber europäischen und US-amerikanischen Unternehmensanleihen ähnlicher Bonität höher sind, auch nach Bereinigung um das Staatsrisiko. Die Ausfallraten und Realisierungsquoten entsprechen denen der USA oder Europa. Die Anlageklasse bietet gute Rendite- und Diversifikationsmöglichkeiten.

In welcher Region sehen Sie die größten Chancen für Investoren?

de Quinsonas: Alle Regionen bieten Chancen, obwohl sie eine unterschiedliche Dynamik aufweisen, da Schwellenländer keine homogene Anlageklasse sind. In Europa bietet die Ukraine derzeit einen hohen Carry und solange der Ölpreis hoch bleibt, sind wir mit russischen Anleihen in lokaler Währung trotz eines erhöhten US-Sanktionsrisikos zufrieden. In Lateinamerika steht Argentinien unter enormem Druck. Aber einige mittelamerikanische Länder wie die Dominikanische Republik oder Nischenländer in Südamerika wie Uruguay bieten einen Mehrwert. In Asien gehören Thailand, Indonesien und die Philippinen zu unserem Portfolio.

Seite zwei: Probleme in China

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