Zinsprognose 2019 ist winziges Flämmchen

Sparzinsen, Leitzinsen, Gold, Anlagekurse – Zinsexperte Daniel Franke prognostiziert die Entwicklung der Geldanlagen in 2019.

Es gibt Licht am Ende des Niedrigzinstunnels.

„Für Sparer gibt es Licht am Ende des Tunnels. Allerdings flackert die Flamme im Wind und ist ziemlich winzig.“ So beschreibt Daniel Franke, Zinsexperte des Fachportals Tagesgeldvergleich.net die Aussichten für eine Zinswende im Jahr 2019. In seiner bekannten Zinsprognose zu Jahresbeginn geht er weiterhin von stagnierenden Sparzinsen aus. Mit Aussicht auf einen Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt der anvisierte Korridor beim durchschnittlichen Tagesgeldzins zwischen 0,18 und 0,20 Prozent. „Ein kleines Plus ist drin, aber die grundsätzliche Bewegung geht eher seitwärts“, so Daniel Franke weiter.

Im Jahr 2018 lag der durchschnittliche Tagesgeldzins für Neukunden weitestgehend stabil bei 0,17 bis 0,18 Prozent. Bestandskunden mussten sich hingegen häufig mit Werten rund um die Nulllinie begnügen.

Solide Aussichten gebe es zudem für Festgeldsparer. Mit dem Ende des Anleihekaufprogramms der EZB zum Jahresende 2018 haben sich die Zinssätze stabilisiert und sind für bestimmte Laufzeiten sogar gestiegen. Der Zinsexperte bleibt indes bei seiner Empfehlung, Festgelder mit überschaubarer Anlagedauer von sechs bis zwölf Monaten abzuschließen.

Sparen, sparen, sparen

Bemerkenswert bleibt die Entwicklung beim Sparverhalten. Betrug das Volumen des Neugeschäfts täglich fälliger Einlagen von Privatkunden bei Banken zu Jahresbeginn 2018 noch 1.319 Milliarden Euro, stand der Wert zuletzt bei 1.425 Milliarden Euro – ein Plus von fast acht Prozent. Die jüngste Prognose geht von einem anhaltenden Wachstum aus. Zum Jahresende 2019 prognostiziert Franke einen Wert von ca. 1.550 Milliarden Euro. „Sicherheit hat in Deutschland einen hohen Stellenwert und wird auch auf Kosten einer besseren Rendite erkauft“, erläutert Daniel Franke dieses Verhalten.

Die Deutschen nähmen eine negative Realrendite in Kauf. Bleibt die Inflationsrate in Deutschland zwischen 1,50 und 2,00 Prozent, wie prognostiziert, sind positive Realrenditen auf absehbare Zeit nicht drin. Für die Eurozone wird eine Inflationsrate von rund 1,50 Prozent im Schnitt für 2019 vorausgesagt.

Seite zwei: Bundesanleihen sollten steigen

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