5. Juli 2020, 19:41
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Aktienmärkte: Hohe Volatilität dank überzogener Bewertungen

Das derzeit zu beobachtende Hin und Her an den Aktienmärkten führt Axel Botte, Marktstratege beim französischen Vermögensverwalter Ostrum Asset Management, auf zwei Faktoren zurück: das Ende des ersten Halbjahres und die hohen Bewertungen.

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Gewöhnlich würden Stichtage wie das Ende eines Quartals oder eines Halbjahres für Umschichtungen im Portfolio genutzt. Pensionsfonds in den USA und Japan könnten nach Schätzungen von JP Morgan ihr Engagement in Aktien um insgesamt etwa 95 Mrd. US-Dollar reduzieren. Und Staatsfonds und Mischfonds würden die Erholung an den Aktienmärkten nutzen, um ihre Portfolios stärker in Anleihen umzuschichten.

Botte: „Rückläufige Aktienindizes in der vergangenen Woche könnten in der Tat auf eine größere Vorsicht institutioneller Anleger gegenüber risikoreichen Anlagen hindeuten. Was die Bewertungen angeht, scheinen die Niveaus im Vorfeld einer herausfordernden Berichtssaison geradezu beunruhigend. In den USA lassen die EPS-Prognosen für die S&P 500-Unternehmen für dieses Quartal einen Gewinnrückgang von 9% erwarten. Der erwartete Aufschwung in der zweiten Jahreshälfte erscheint angesichts des Wiederanstiegs der Corona-Infektionen optimistisch und beruht größtenteils auf dem Hebeleffekt der Geldpolitik. So lassen die aktuellen Bewertungen wenig Raum für Enttäuschungen.

Im Finanzsektor zeigen die Stresstests der US-Notenbank Fed, dass unter dem ungünstigsten wirtschaftlichen Szenario für die 34 untersuchten Banken Kredite in Höhe von 700 Mrd. USD ausfallen könnten. Angesichts der Risiken für die Finanzstabilität begrenzt die Fed die Dividendenausschüttungen und verbietet Aktienrückkäufe im 3Q20. Das Volumen der Rückzahlungen an ihre Aktionäre machte im ersten Quartal knapp 15% der Marktkapitalisierung der Banken im S&P500 aus.

In Europa wird für die bevorstehende Berichtssaison ein Rückgang der Gewinne um 23% erwartet. Daher erscheinen die Bewertungen mit dem 16fachen etwas gedehnt.“

Foto: Shutterstock

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