5. August 2020, 15:00
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Anlageberater sehen zweite Corona-Welle als größtes Risiko

Mit den anziehenden Aktienkursen hat sich auch die Stimmung im Anlagegeschäft bei Banken und Sparkassen deutlich erholt. Die Mehrzahl der Berater bewertet die aktuelle Absatzlage nach einem starken Einbruch im April nun wieder positiv. Als größtes Risiko für die laufende Erholung nennen mehr als 80 Prozent der Anlageberater eine zweite Infektionswelle. Diese Sorge wird auch von den Emittenten geteilt – auch für sie bleibt Corona vorerst die größte Gefahr.

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Die starke Erholung der Aktienkurse sorgt auch am Zertifikatemarkt für deutliche Entspannung. Der Index zur Einschätzung der aktuellen Absatzlage ist bei den Anlageberatern zum zweiten Mal in Folge gestiegen und liegt mit 54,6 Punkten nun wieder deutlich im positiven Bereich. Vorausgegangen war ein beispielloser Absturz im April auf 31,5 Punkte zu Beginn der Corona-Ausbreitung in Europa.

Emittenten etwas verhaltener als die Berater

Etwas verhaltener geben sich die Emittenten. Bei ihnen hat der Index wieder leicht nachgegeben und ist auch unter die 50-Punkte-Marke gerutscht, die den Wendepunkt zwischen mehrheitlich positiven und mehrheitlich negativen Bewertungen markiert. Für die kommenden Monate sind insbesondere die Berater weiterhin zuversichtlich und erwarten eine Fortsetzung der Stimmungsaufhellung.

Neue Infektionswelle könnte dem Geschäft nachhaltig schaden

Größtes Risiko für diese erhoffte Fortführung des Aufschwungs ist ein neuerliches Aufflammen der Infektionszahlen. Mehr als 80 Prozent der Anlageberater in Banken und Sparkassen und auch 75 Prozent der Emittenten nennen in einer aktuellen Umfrage des Fachmagazins „Der Zertifikateberater“ eine zweite Corona-Welle als die größte Gefahr für das Anlagegeschäft. Dahinter folgen der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China, sowie die schweren durch die Pandemie hervorgerufenen Belastungen für die Weltkonjunktur.

Anderere Risikofelder rücken in die zweite Reihe

Andere in den letzten Jahren oft genannte Risikofelder rücken dagegen in den Hintergrund. Der dauerhafte Niedrigzins oder ein mögliches Aufflackern der Euro-Krise sorgt derzeit nur noch 20 Prozent der Anlageberater. Eine bemerkenswerte Verschiebung zeigt sich auch bei den wichtigsten Anlagetrends in der Beratung. Hier etabliert sich „Nachhaltigkeit“ immer mehr als feste Instanz der wichtigsten Trends. Beinahe 57 Prozent der Berater spüren hier derzeit Kundeninteresse – nur Gold wird noch öfter genannt.

Foto: Shutterstock

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