17. September 2020, 23:31
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Bantleon verstärkt Fokus auf nachhaltige Investments

Der Asset Manager Bantleon verstärkt seinen Fokus auf Nachhaltigkeit durch die Integration von externen ESG-Analysen in den Investmentprozess.

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Stephan Kuhnke, Bantleon

Als Grundlage für die Nachhaltigkeitsanalyse, die Einhaltung ethischer Unternehmensgrundsätze wie die UN-Global-Compact-Richtlinien sowie die Analyse von Reputationsrisiken nutzt Bantleon seit Juli 2020 die ESG-Ratings des Datenlieferanten MSCI ESG Research, dem weltweit größten Anbieter in diesem Bereich. Aufbauend auf den für mehr als 8.000 globale Unternehmen verfügbaren detaillierten ESG-Analysen und -Sektorstudien hat Bantleon einen strukturierten Nachhaltigkeitsprozess sowohl für Aktien als auch für Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, Quasi-Staatsanleihen und Covered Bonds etabliert.

Die ersten Fondsratings bestätigen die Wirksamkeit des Nachhaltigkeitsprozesses bereits: Der vermögensverwaltende Fonds Bantleon Changing World und der Aktienfonds Bantleon Select Infrastructure wurden jeweils mit der sehr guten Note »AA« für ihre ESG-Eigenschaften ausgezeichnet (MSCI ESG Rating; per 30. Juni 2020). Beide Fonds gehören damit bei den Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance = ESG) zu den besten 10% ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe und zu den besten 10% weltweit. Untersucht wurden insgesamt etwa 34.000 Fonds. Die Bandbreite der Ratings reicht von der Top-Note »AAA« bis zur schlechtesten Note »CCC«.

Nachhaltigkeit im Aktienmanagement

Im Aktienbereich investiert Bantleon bevorzugt in die großen Themenbereiche digitaler Wandel, demografischer Wandel und erneuerbare Energien. Diese Themen adressieren direkt gesellschaftliche Herausforderungen, die Investoren über mehrere Jahrzehnte begleiten werden. Ausgewählt werden insbesondere Unternehmen, die ein positives Nachhaltigkeitsprofil haben und einen Beitrag zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele leisten.

Weil je nach Sektor unterschiedliche nichtfinanzielle Kriterien zum Erfolg eines Geschäftsmodells beitragen, werden zunächst auf Branchenebene die spezifischen Kriterien definiert und gewichtet. Anschließend fließen die Kriterien mit direktem Einfluss auf das Kerngeschäft in die Fundamentalanalyse der Einzeltitel ein und beeinflussen deren Bewertung sowie die Einzeltitelgewichtung. Dabei werden die einzelnen Unternehmen sowohl individuell als auch im Vergleich zu ihren Wettbewerbern betrachtet.

Die ESG-Analyse ist fester Bestandteil der finalen Investitionsentscheidung sowie des Risikomanagements. Dazu werden Nachhaltigkeitsnachrichten und ESG-Bewertungsveränderungen laufend überwacht und durch regelmäßige Unternehmensgespräche sowie durch die Ausübung von Stimmrechten auf nachhaltiges Wirtschaften eingewirkt.

Nachhaltigkeit im Anleihenmanagement

Bei Staatsanleihen, Quasi-Staatsanleihen und Covered Bonds stehen Emittenten mit einem starken Nachhaltigkeitsprofil im Fokus. Liegt ein Emittent unter der Grenze von »BBB« gemäß MSCI ESG Research, muss der Emittent ein positives ESG-Rating-Momentum aufweisen. Dies belohnt Emittenten, welche auf ihr geschwächtes Nachhaltig­keitsprofil reagieren und somit das ESG-Profil verbessern. Hierdurch kann Bantleon frühzeitig in die künftigen ESG-Leader investieren und von einem sich verbessernden Risikoprofil profitieren. Eine strategische (längerfristige) Position in einem Emittenten kann nur unter Einhaltung der zuvor genannten Kriterien eingegangen werden.

Anleihen von Emittenten, welche die Ratinguntergrenze unterschreiten und kein positives ESG-Rating-Momentum haben, dürfen nur erworben werden, wenn dies zur Erreichung des Anlageziels notwendig ist. Um angesichts der erhöhten Anzahl an Emittenten auch bei Unternehmensanleihen eine optimale Abdeckung des Anleihenuniversums zu gewährleisten, werden zusätzlich zu den MSCI-Ratings auch die Agenturen S&P Global (vormals RobecoSAM) und Sustainalytics berücksichtigt.

Bantleon setzt bereits seit 2009 auf Nachhaltigkeit

»Das Thema Nachhaltigkeit ist für Bantleon kein Modethema«, stellt Stephan Kuhnke, Leiter Anlagemanagement, fest. »Bereits im Jahr 2009 haben wir Grundsätze zu Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung in unserer Anlagephilosophie implementiert.« Zudem unterstützt Bantleon seit 2013 die Prinzipien für verantwortliches Investieren, unter anderem durch die Integration von Nachhaltigkeitskriterien und ESG-Informationen in die fundamentale Analyse. »Als Asset Manager sehen wir uns aus zweierlei Gründen zur Nachhaltigkeit verpflichtet«, erklärt Kuhnke.

»An erster Stelle stehen gesellschaftliche Gründe, denn Kapital hat den größten Hebel, wenn es darum geht, Veränderungsprozesse in einem Unternehmen anzustoßen, umzusetzen und bei Bedarf zu korrigieren. Deshalb bevorzugen wir bei Anleihen ökologisch wertvolle Investitionen wie Green Bonds, während wir uns bei Aktien auf gesellschaftlich relevante Themen fokussieren und uns unserer Verantwortung als nachhaltig wirtschaftender Aktionär stellen. Entsprechend investieren wir primär in Unternehmen, die in ihrem Segment ethisch und nachhaltig wirtschaften.«

Nachhaltigkeit ist gut für Risiko-Ertrags-Profil von Portfolios

»Aber auch finanzielle Gründe sprechen für nachhaltige Investments«, betont Kuhnke. »Die Fähigkeit von Unternehmen, Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel konkret abzuschätzen, ist für die Wettbewerbsposition und die positive Kursentwicklung einer Aktie oder einer Unternehmensanleihe unverzichtbar. Mit der Berücksichtigung dieser Kriterien kann das Risiko-Ertrags-Profil von Portfolios langfristig verbessert werden.«  

Foto: Bantleon

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