17. Juni 2020, 20:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bitcoin in fragilen Krisenstaaten überdurchschnittlich beliebt

Drei der fünf Länder mit der größten Bitcoin-Nachfrage auf Google weisen einen überdurchschnittlich hohen Wert bei dem Fragile State Index auf, der die Funktionsfähigkeit von Staaten angibt. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor. Auch in puncto Hashrate-Verteilung zeigt sich ein wachsender Einfluss von fragilen Staaten sowie Schwellenländern.

Bildschirmfoto-2020-06-17-um-20 50 39 in Bitcoin in fragilen Krisenstaaten überdurchschnittlich beliebt

 

China ist nach wie vor für 65,1 Prozent der weltweiten Hashrate verantwortlich. Allerdings verringerte sich der Anteil des Reichs der Mitte von September 2019 bis April 2020 um 10,5 Prozentpunkte. Im Gegenzug steigt der Anteil der Rechenleistung bei Ländern wie Russland, Iran, Venezuela sowie Kasachstan.

Daten des Suchmaschinenbetreibers Google zeigen unterdessen, dass Nigeria weltweit das Land mit der größten Bitcoin-Nachfrage ist. Der Google-Trend-Wert rangiert hier auf dem höchstmöglichen Wert von 100. Mit Südafrika und Ghana sind in der Top-Fünf der Länder mit dem höchsten Suchvolumen zwei weitere afrikanische Staaten vertreten. Sowohl Nigeria, Südafrika als auch Ghana weisen wiederum einen hohen Fragile State Index Score auf, die Funktionsfähigkeit der Staaten ist hier eingeschränkt. Dies gilt im Besonderen für Nigeria. Der Score notiert hier bei 97,3. Ein Wert von 120 steht für die höchste Wahrscheinlichkeit eines Staatszerfalls. 

Dass Bitcoin vor allen Dingen in Krisenzeiten gefragt ist, scheint auch ein Blick auf die Corona-Krise zu bestätigen. So erreichte die Google-Nachfrage zwischen dem 15. und 21. März 2020 ein 2-Jahres-Hoch – zu einem Zeitpunkt, als die Pandemie weltweit für große Verunsicherung sorgte.

„Die Nachfrage nach Bitcoin ist nicht nur fragilen Staaten hoch“, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. „Insbesondere externe Schocks scheinen der Währung Auftrieb zu verleihen. Angesichts der weltweit angespannten Situation könnte sich ein Investment durchaus als gewinnbringend erweisen“.

Grafik: Kryptoszene.de

Ihre Meinung



 

Versicherungen

PKV-Versicherungspflichtgrenze: Die Messlatte wird höher gelegt

Auch im kommenden Jahr wird die Hürde für den Wechsel in die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer höher. Nach dem Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 aus dem Bundesarbeitsministerium soll die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem kommenden Jahr 64.350 Euro betragen – ein Plus von 1.800 Euro (2020: 62.550 Euro) oder fast drei Prozent. Das sorgt für Unmut beim PKV-Verband.

mehr ...

Immobilien

Reform der Mietspiegelverordnung sorgt für Quantensprung

Die Mietspiegelkommission der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. sieht den Gesetzentwurf zur Reform des Mietspiegelrechts als gelungen an.

mehr ...

Investmentfonds

Ökostrom-Anteil in diesem Jahr bisher bei rund 48 Prozent

Nahezu die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland wurde in den ersten neun Monaten des Jahres aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der Ökostrom-Anteil soll weiter steigen.

mehr ...

Berater

Finanzstark ins digitale Zeitalter

Home-Office, Online-Handel, E-Business – nur einige Begriffe, die für den fundamentalen Wandel in der Unternehmenslandschaft stehen. Ein Wandel, der zwar schon vor Corona begann, aber durch die Pandemie eine neue Dynamik erreicht hat. Gastbeitrag von Dirk Oliver Haller, DFT Deutsche Finetrading 

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...