26. Juni 2020, 14:44
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Bundesregierung: Fall Wirecard ist besorgniserregend

Die Bundesregierung hat sich alarmiert über die Vorgänge beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard gezeigt. “Das ist ein besorgniserregender Fall”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. “Denn Unternehmen und Finanzmärkte müssen ordnungsgemäß arbeiten.”

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Regierungssprecher Steffen Seibert

Der Zahlungsdienstleister Wirecard meldete am Donnerstag Insolvenz an. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Betrugsskandal um Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, die den Jahresabschluss 2019 prüfte, geht von schwerer Kriminalität im globalen Maßstab aus.

Es sei jetzt an der Münchner Staatsanwaltschaft, unter anderem zu klären, ob Bilanzbetrug vorgelegen habe. “Und natürlich muss es darum gehen, Schaden vom Finanzplatz Deutschland insgesamt abzuwenden”, sagte Seibert. “Deswegen müssen Schwächen bei den Kontrollmechanismen, wo sie sich herausstellen, auch behoben werden.”

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums betonte: “Auch aus unserer Sicht ist klar: Wir brauchen hier eine schnelle und umfassende Aufklärung.” Das Ministerium sehe auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Verantwortung. “Die müssen natürlich Fehler in Bilanzen frühzeitig erkennen und wenn das schief gelaufen ist, dann auch tatkräftig dazu beitragen, das aufzuarbeiten.”

“Aufsichtsstrukturen überdenken”

Am Vorabend hatte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bereits härtere Regulierung in Aussicht gestellt und angekündigt, die Aufsichtsstrukturen auf den Prüfstand stellen zu wollen. “Der Fall Wirecard AG ist ein Skandal, der in der Finanzwelt schon seinesgleichen sucht”, sagte Scholz am Donnerstag in Berlin. “Wir müssen unsere Aufsichtsstrukturen auch überdenken.” Sein Ministerium solle in den kommenden Tagen dafür ein Konzept ausarbeiten. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance

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