4. Mai 2020, 17:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Coronakrise: “Es wird noch schlimmer werden”

Kommentar zur Corona-Krise aus amerikanischer Sicht auf Europa von Agnès Belaisch, Managing Director und Chief European Strategist des Barings Investment Institute.

Bildschirmfoto-2020-04-14-um-18 11 27 in Coronakrise: Es wird noch schlimmer werden

Agnes Belaisch, Barings

Die Inflation in der Eurozone für April war schwach und zeigte sogar, dass Spanien und Italien in eine deflationäre Phase eingetreten sind. Eine Frage, die es zu stellen gilt: Gibt es Preise, wenn sie nicht festgestellt werden können? Die Geschäfte waren im April geschlossen und die meisten Dienstleistungen nicht verfügbar.

Die Statistikämter haben die Preisbewegungen wahrscheinlich aus früheren Trends extrapoliert. Abgesehen davon, dass es unmöglich ist, Vorhersagen zu treffen, sind die Daten jetzt auch nicht mehr sehr zuverlässig. Eines ist klar, sie können sich im Laufe des zweiten Quartals nur noch verschlechtern.

Die Daten für das erste Quartal sind nicht wirklich von Bedeutung. Ersten belastbaren Daten zufolge, die am 30. April veröffentlicht wurden, schrumpfte das BIP der Eurozone im ersten Quartal um 3,8% und um 3,3% im Vergleich zum ersten Quartal 2019. Dies war der schlimmste Rückgang seit der Gründung der Eurozone und für viele Mitgliedsstaaten die schlimmste Veröffentlichung in der Nachkriegszeit.

Aber es wird noch schlimmer werden. Tatsächlich wird das zweite Quartal so schlimm sein, wie es nur sein kann. Hoffentlich wird dieses Quartal dann auch die Talsohle bilden, die von der Wirtschaft durchschritten wird. Wir müssen in der Lage sein zu wissen, wie die Talsohle aussieht, bevor wir das Ausmaß der Schäden durch die Pandemie erfassen können.

Foto: Barings

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Führungswechsel bei Mobilversichert

Sechs Jahre nach dem Startschuss verlässt Gründer und CEO Manuel Ströh zum 31. Mai 2020 die Munich General Insurance Services GmbH, die unter der Marke Mobilversichert bekannt ist. Das Brokertech wurde im Februar 2019 von Prinas Montan GmbH, einer Tochter der Degussa Bank, erworben. Der Weggang von Ströh geschieht nach Unternehmensangaben in beiderseitigem Einvernehmen.

mehr ...

Immobilien

Ferienimmobilien: Mallorca bleibt sicherer Hafen im Mittelmeer

Gute Nachrichten für Urlauber und Immobilienbesitzer auf Mallorca: Die beliebte Baleareninsel ist ab 1. Juli wieder ohne Reiseeinschränkung für internationale Besucher geöffnet. Das Interesse der Immobilieninvestoren an der Mittelmeerinsel ist trotz Corona nicht eingebrochen.

mehr ...

Investmentfonds

Die große Loslösung der Märkte von der Realität – was das für Anleger bedeutet

Pascal Blanqué, Group Chief Investment Officer, und Vincent Mortier, Deputy Group Chief Investment Officer, und Ihr Team haben auch für Juni wieder einen Blick auf die Märkte geworfen und vier Verhaltenstipps formuliert.

mehr ...

Berater

Fuest: Soli-Senkung vorziehen

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat vorgeschlagen, die Senkung des Solis auf den 1. Juli vorzuziehen, den Unternehmen eine erweiterte Verlustverrechnung zu ermöglichen und die öffentlichen Investitionen vorübergehend zu erhöhen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Makleraufträge dürfen sich ohne Kündigung automatisch verlängern

So gut wie alle Maklerverträge enthalten Verlängerungsklauseln – und daran ist in vielen Fällen auch nichts auszusetzen. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied am Donnerstag, dass Immobilienmakler ihre Auftraggeber grundsätzlich über ein halbes Jahr hinaus an sich binden dürfen. Verträge, die sich ohne Kündigung automatisch immer weiter verlängern, seien zumindest dann unbedenklich, wenn der neue Zeitraum nicht mehr als die Hälfte der Grundlaufzeit beträgt, also höchstens drei Monate. (Az. I ZR 40/19)

mehr ...