24. September 2020, 08:18
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Erst 40 Prozent der globalen Investoren beziehen Klimaaspekte in Investments ein

Der Berufsverband CFA Institute hat eine Umfrage unter 2.913 Mitgliedern durchgeführt. Danach beziehen 40 Prozent der weltweiten, professionellen Investoren Klimaaspekte in ihre Investments ein. In Europa ist es sogar fast jeder zweite Investor (45 Prozent). Die Studie ist Teil des aktuellen Berichts Climate Change Analysis in the Investment Process, mit dem der Verband den Einfluss von Klimakriterien auf Anlageprozesse untersucht.

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Preis für CO2-Emissionen

Beinahe die Hälfte (47 Prozent) der Befragten berichtet, dass die Berücksichtigung von Klimakriterien zunehmend von der Investoren- bzw. Kundenseite eingefordert wird. Neben einer Analyse des Klimawandels, den damit verbundenen Risiken und ihrer Relevanz für Anleger richtet der Report das Augenmerk auf die Frage nach der Etablierung eines angemessenen Systems zur Bepreisung von CO2-Emissionen (Carbon Pricing).

Das CFA Institute bringt einige Empfehlungen in den Diskurs ein:

1.Ein klares Signal für den Preis von CO2 wird als wirksames Instrument für den Klimaschutz erachtet. Wichtig wäre daher eine Harmonisierung der Standards in verschiedenen Rechtsordnungen. Anleger können entsprechend transparente und verlässliche Informationen, die auf solchen Preisbildungsmechanismen fußen, in Anlageentscheidungen einfließen lassen.
2.Erwartungen an die CO2-Bepreisung sollten, als Basis für Investmententscheidungen, in Analysten-Reports mit eingehen.
3.Investoren und Emittenten sollten gemeinsam an einer nachvollziehbaren Metrik bei der Frage nach der Behandlung und Offenlegung klimabezogener Angaben arbeiten. Die Standards des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) und der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) sind dabei zu berücksichtigen.
4.Emittenten sollten mit Investoren bei der Bereitstellung von Klimadaten, die den Investmentprozess betreffen, sowie bei Informationen über Risiken durch den Klimawandel und Szenarioanalysen zusammenarbeiten.
Zudem sollte die Investment Management-Branche eine kontinuierliche Weiterbildung zur Einbeziehung von Klimaaspekten in Anlageentscheidungen sowie einen fortlaufenden Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und Regulatoren anstreben.

„Die Rolle der Finanzindustrie ist es, Kapital effizient in produktive Verwendungen für Realwirtschaft und Gesamtgesellschaft zu führen. Dabei müssen die Akteure zunehmend Nachhaltigkeits- und Klimakriterien berücksichtigen. Der aktuelle Report des CFA Institute soll dabei als Nachschlagewerk für Investoren und die Branche dienen“, sagt Margaret Franklin, CFA, CEO und Präsidentin des CFA Institute.

„Die Beschäftigung mit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise sollte im Sinne einer marktwirtschaftlichen Lösung aus der Industrie selbst kommen. Dafür bedarf es entsprechender Daten und Informationen. Investment Manager müssen wesentliche Klimarisiken und ökologische Kriterien kennen und verstehen, um diese profund in verantwortliche Anlageentscheidungen einzubeziehen“, ergänzt Susan Spinner, CFA, geschäftsführender Vorstand der CFA Society Germany.

Foto: Shutterstock

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