16. Juni 2020, 05:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Experten: Globale Goldproduktion wird wieder steigen

Nach Ansicht der Experten von Fitch Solutions wird die weltweite Goldminenproduktion in den kommenden Jahren wieder steigen. Vor allem höhere Goldpreise und Fusionen großer Goldproduzenten sollten diesen Trend stützen, hieß es. Auf diesen Umstand macht der Informationsdienst Goldinvest.de aufmerksam.

Gold-goldpreis in Experten: Globale Goldproduktion wird wieder steigen

Die Analysten rechnen damit, dass die globale Goldproduktion von 106 Mio. Unzen 2020 auf 133 Mio. Unzen im Jahr 2029 zulegen wird. Das wäre ein Wachstum von 2,5% pro Jahr und gegenüber dem durchschnittlichen Produktionswachstum der Jahre 2016 bis 2019 ein Anstieg von 1,2%.

Dabei erwartet Fitch Solutions, dass die Goldproduktion in China im genannten Zeitraum eher stagnieren und nur ein Wachstum von 0,2% pro Jahr aufweisen wird. Was eine spürbare Abschwächung im Vergleich zum Ausstoß des vergangenen Jahrzehnts darstellen würde.

In der Volksrepublik unterliegt die Goldförderung mittlerweile strikten Umweltauflagen, was die Produktion genauso hemmt wie die Schließung kleinerer Minen und sinkende Goldgehalte. Dennoch dürfte China den Experten zufolge erst einmal mit immer noch beträchtlichem Abstand der größte Goldproduzent der Welt bleiben.

Auch in Australien erwartet Fitch Solutions im kommenden Jahrzehnt nur ein moderates Wachstum der Goldproduktion. Die Analysten weisen auf ein starke Projektpipeline, steigende Goldpreise und konkurrenzfähige Betriebskosten hin. Sie rechnen mit einem Anstieg der australischen Goldförderung von 11,7 Mio. Unzen im laufenden Jahr auf 14,2 Mio. Unzen im Jahr 2029. Das würde ein Produktionswachstum von 2,2% pro Jahr bedeuten.

In Russland hingegen, glaubt Fitch Solutions, sollte der Goldausstoß in diesem und dem kommenden Jahr stärker zulegen, da die heimische Nachfrage nach dem gelben Metall von der Aussicht möglicher Sanktionen des Westens gegen staatliche, russische Banken beflügelt werde. Die Institute würden auf diese Möglichkeit mit der Erhöhung ihrer Goldreserven reagieren, hieß es.

Nach Ansicht der Experten wird die russische Goldproduktion von 11,3 Mio. Unzen im Jahr 2020 auf 15,5 Mio. Unzen im Jahr 2029 steigen. Das würde ein jährliches Wachstum von 3,7% bedeuten und Russland könnte 2029 die Spitzenposition von China übernehmen.

Für den US-amerikanischen Goldminensektor erwartet Fitch auch weiterhin erhebliche Investitionen in den Bergbau, gestützt von der langen Geschichte der Goldexploration in den USA und bekannten Edelmetalllagerstätten.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bischof Wechsel: Hanning und Wasserfall übernehmen

Das Personalkarusell dreht sich: Thomas Bischof verlässt die Württembergische aus familären Gründen in Richtung Köln. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übernimmt Zeliha Hanning (41) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Versicherung AG und Jacques Wasserfall (45) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Lebensversicherung AG und der Württembergische Krankenversicherung AG.

mehr ...

Immobilien

Corona-Pandemie rückt Immobilienverrentung in den Fokus

Nach bald einem halben Jahr Corona ziehen Senioren zumindest für Immobilien eine positive Bilanz: Das zeigt eine aktuelle Studie der DEGIV, Gesellschaft für Immobilienverrentung, unter 1.067 Immobilieneigentümern und Mietern im Rentenalter.

mehr ...

Investmentfonds

Tech-Aktien: Nur überbewertet oder sogar schon eine Blase?

75 Prozent der internationalen Portfoliomanager betrachten den rasanten Aufschwung der Tech-Aktien argwöhnisch. Zahlreiche professionelle Anleger halbierten zuletzt nahezu ihre Investitions-Quote, hierbei wurden zahlreiche Tech-Titel veräußert. Wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht, sehen manche Parallelen zur Dot-Com-Blase der Jahrtausendwende. Andere sehen hingegen eine gesunde Korrektur.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...