17. September 2020, 17:27
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Fondsbranche weist BaFin-Kritik zurück

Der deutsche Fondsverband BVI weist die Kritikder BaFin an den Fondsanbietern entschieden zurück, dass die Umsetzung der neuen Liquiditätswerkzeuge (Rücknahmegrenzen, Swing Pricing, Rücknahmefristen)bei ihnen in den Hintergrund gerückt sei, je weiter die Kursturbulenzen im März zurückliegen.

BaFin-Shutterstock-1 in Fondsbranche weist BaFin-Kritik zurück

Die Fondsbranche sei vielmehr der Treiber bei der Einführung und Umsetzung der neuen Werkzeuge zur Liquiditätssteuerung. Sie forderte bereits 2017 eine rasche gesetzliche Einführung von Liquiditätsinstrumenten. Das Bundesministerium der Finanzen hat erst Ende 2019 die Liquiditätsinstrumente in ein Gesetz eingebracht.

Seit der Einführung der Werkzeuge im Kapitalanlagegesetzbuch im März 2020 treibt der BVI in einem Arbeitskreis mit der Deutschen Kreditwirtschaft und der BaFin die anspruchsvolle technische Umsetzung der Rücknahmegrenzen(Gating). Erst nach zähem Ringen mit den Banken hat die Branche nun in dem Verbändearbeitskreis ein einheitliches Verständnis und Wege für technische Lösungen gefunden. Insofern sei die Beobachtung der BaFin, dass das Thema bei den Anbietern in den Hintergrund gerückt sei, nicht nachvollziehbar. Die Branche habe im Gegenteilein großes Interesse an der schnellen Umsetzung aller Liquiditätswerkzeuge.

Für alle Instrumente (Rücknahmegrenzen, Swing Pricing und Rücknahmefristen) habe der BVI bereits im April 2020 der BaFin Vorschläge für die Änderungen der Anlagebedingungenfür die Fonds unterbreitet, um diese zeitnah umsetzen zu können. Die BaFin habe jedoch zunächst auf eine Klärung der technischen Verfahren für das Gating im Dialog mit den Verwahrstellen und depotführenden Stellen gedrängt. Da diese Fragen inzwischen im Wesentlich geklärt sind, steht dem weiteren Umsetzungsprozess auch für die übrigen Instrumente nichts mehr im Wege. so der BVI.

Foto: Shutterstock

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