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Gold verpasst, dann Silber

Wer den Aufstieg des Goldpreises bisher verpasst hat, kann auf den Silber-Zug aufspringen, meint Jörg Schulte von der Swiss Resource Capital AG.

Das Aufwärtsziel beim Silberpreis ist intakt, so sehen es etwa die Experten von der Schweizer Großbank UBS. Obwohl der Goldpreis teils ziemlichen Schwankungen in der letzten Zeit ausgesetzt war, hat sich der kleine Bruder Silber gut gehalten. Und so auch das Anlegerinteresse vermehrt auf sich gezogen.

Die industrielle Nachfrage nach Silber ist ein wichtiger Punkt. Silberanleger setzen dabei auf eine Erholung der Wirtschaft. Das ist der Unterschied zu Goldinvestments, die mehr als langfristige Anlage angesehen werden. Beim Silber spielt der Vermögenerhalt eher eine unter geordnete Rolle. Interessanterweise waren Chinas Silberimporte im April gut doppelt so hoch als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt war im Jahr 2020 Chinas Silberhunger weit überdurchschnittlich.

Chartanalysten sehen bei 19 US-Dollar je Feinunze Silber einen Widerstand. Wird dieser überschritten, dann sollten auch bald die Höchststände von 2019 wieder erreicht werden können oder auch mehr. Denn über der Marke von 19 US-Dollar existiert kein markanter Widerstand. Die Beliebtheit des Silbers lässt sich auch an den Silber-ETFs ablesen, die im jetzigen Quartal bereits mehr Zuflüsse verzeichnen als im Rekordquartal 2019 (drittes Quartal). Und seit Jahresbeginn gerechnet, übersteigen die Zuflüsse bereits das Rekordjahr 2009.

Wem also Gold zu teuer geworden ist, der könnte in Silber oder Silbergesellschaften investieren. Etwa in Endeavour Silver oder MAG Silver. Endeavour Silver kann sich über die nun im 16. Jahr befindliche erfolgreiche Produktion des Unternehmens freuen. Drei mexikanischen Silber-Gold-Minen sorgen für die Silberproduktion.

MAG Silver und Partner Fresnillo stehen auf ihrer Juanicipio-Mine in Mexiko kurz vor dem Produktionsstart. MAG Silver besitzt noch die Cinco de Mayo-Liegenschaft, ebenfalls in Mexiko.

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