17. Juni 2020, 16:11
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Goldgewinnung rund um den Globus – die verschiedenen Methoden im Überblick

Gold ist selten. Auch wenn es auf der ganzen Welt zu finden ist, sind die feinen Goldpartikel doch in der rund 16 Kilometer dicken Erdkruste verstreut. Wer Gold fördert, muss daher nicht nur eine Region mit möglichst hohem Goldbestand in der Erde finden, sondern auch die geeignete Methode auswählen, um die kostbare Ressource gewinnbringend abzubauen. Aurimentum, Spezialist für Sicherheit, die Gold wert ist, erklärt den unterschiedlichen Möglichkeiten der Goldgewinnung.

Goldbarren in Goldgewinnung rund um den Globus – die verschiedenen Methoden im Überblick

Gold wird in zwei Arten unterteilt:

1. Primäres Gold

Unter primärem Gold werden alle Rohstoffvorkommen zusammengefasst, die fest in der Erde verankert sind. Dabei handelt es sich meist um kleinste Partikel, die sich in Gestein ablagern. Dieses sogenannte „Golderz“ muss mit aufwändigen Verfahren in Minen oder Bergwerken gefördert werden.

Die Cyanidlaugung ermöglicht es, in der Erdkruste festsitzendes Gold aus seinem Gesteinsmantel zu befreien. Dafür wird das metallhaltige Gestein zunächst staubfein zermahlen und anschließend mit einer Natriumcyanid-Lösung versetzt. Diese Flüssigkeit setzt das Gold frei, sodass es mit Hilfe von Zinkstaub herausgefiltert werden kann. Raffiniert zu Feingold ist es bereit für den Verkauf.

Das Amalgamverfahren ist ein weiteres Verfahren, um Gesteinsmengen mit Gold zu bearbeiten. Hierfür wird allerdings Quecksilber eingesetzt. Dieses besitzt die Eigenschaft, Gold an seiner Oberfläche zu binden. Die so entstehende flüssige Legierung wird Amalgam genannt. Durch Erhitzen verdampft das Quecksilber wieder und Rohgold bleibt kompakt zurück.

Das Anodenschlammverfahren kommt hingegen ganz ohne gesundheitsgefährliche Quecksilberdämpfe oder andere chemische Rückst.nde aus. Durch eine Elektrolyse heften sich alle metallischen Partikel wie Gold, Kupfer oder Silber an der Anode an. Gold dagegen wird während der Elektrolyse nicht oxidiert oder gelöst und kann deshalb von den restlichen Metallen leicht getrennt werden.

Das Boraxverfahren ist eine weitere umweltfreundliche Methode der Goldgewinnung, bei der ein Schmelztiegel verwendet wird. Da das Mineral Borax den Schmelzpunkt von goldhaltigem Gestein senkt, kann Gold so mit kostengünstigen Hitzequellen gefiltert werden. Goldpartikel setzen sich am Grund der Schmelzpfanne ab, während Oxide wie Quarz oder Silizium nach oben steigen

Methoden wie die Goldwäscherei oder das Amalgamverfahren wurden bereits in der Antike praktiziert. Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann die Cyanidlaugung entdeckt. Mit dem Anodenschlamm- und dem Boraxverfahren wurden auch Möglichkeiten ausfindig gemacht, die Umwelt bei der Goldgewinnung möglichst wenig zu belasten. Erste Projekte ökologischen Goldabbaus finden derzeit beispielsweise mit dem „Oro Verde“ in Kolumbien statt. Goldbarren aus dieser Mine werden sogar mit dem Fair-Trade-Siegel versehen.

2. Sekundäres Gold

Sekundäres Gold bezeichnet direkt sichtbares Gold in Form von Nuggets oder Goldstaub. Es wird auch „Freigold“ genannt und gelangt im Laufe von Jahrmillionen an die Erdoberfläche. Dieses gediegene Metall ist eine absolute Rarität. Ist es jedoch einmal durch Erosionen an das Tageslicht gelangt, reichert es sich in Gewässern an.

Goldwaschen ist aufgrund seiner einfachen Vorgehensweise eine der bekanntesten Methoden zur Goldgewinnung. Entscheidend ist hierbei die hohe Dichte von Gold. Das Metall ist schwerer als Sand und setzt sich im Wasser am Boden ab – so auch auf dem Grund von Flüssen. Goldsucher schlämmen daher goldhaltigen Sand mit Wasser auf und schwenken die Mixtur, sodass sich Goldpartikel abtrennen können. Da das Verfahren allerdings nur sehr wenige Erträge bei großem Zeitaufwand verspricht, wird es heutzutage fast nur noch von Hobby-Goldjägern angewandt.

Foto: Aurimentum

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