12. August 2020, 16:37
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„Großbritannien droht der wirtschaftliche Doppelhammer“

Im zweiten Quartal 2020 hat das Vereinigte Königreich den schwersten Konjunktureinbruch unter allen entwickelten Volkswirtschaften der G7-Staaten erlitten. Damit ging die britische Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2020 um annähernd 22 Prozent zurück – das ist mehr als das Dreifache dessen, was während der globalen Finanzkrise 2008 bis 2009 vom Höchst- bis zum Tiefststand verzeichnet wurde. Ein Kommentar von David Riley, Chief Investment Strategist bei BlueBay Asset Management.

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Gewittter über der City of London: Unruhige Zeiten für die UK-Wirtschaft

Der überdurchschnittliche Einbruch der britischen Wirtschaft gegenüber vergleichbaren Staaten wurde durch eine längere Lockdown-Phase sowie die große Bedeutung des Service-Sektors hervorgerufen, denn Dienstleistungen wurden überproportional von den Beschränkungen des Social Distancing betroffen. Zwar hat eine wirtschaftliche Erholung bereits eingesetzt, aber die Arbeitslosigkeit dürfte in die Höhe schnellen, wenn staatliche Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung unter dem ‚Furlough Scheme‘ auslaufen. Für die Erholung ist eine stärkere staatliche Unterstützung notwendig, und die Bank of England könnte die Zinsen durchaus auf null Prozent (derzeit 0,1 Prozent) senken sowie ihr Anleihenkaufprogramm noch vor Jahresende aufstocken.

Handelsabkommen mit der EU wichtiger denn je

Von großer Bedeutung für das Vereinigte Königreich ist es jetzt, ein neues Handelsabkommen mit der Europäischen Union zu schließen, bevor das Land aus dem gemeinsamen Zollraum und dem europäischen Binnenmarkt ausscheidet. Ansonsten droht Großbritannien ein Doppelhammer in Form der Auswirkungen aus der Corona-Pandemie plus dem Schock, der entstünde, wenn das Land mit Zöllen und Quotierungen im Handel mit seinen wichtigsten Wirtschaftspartnern konfrontiert wird.

Foto: BlueBay AM

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