9. September 2020, 11:06
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In der Altersvorsorge eignet sich der Kalender nicht als Anlageberater

Einmal mehr hat die alte Börsenweisheit „Sell in May and go away … but remember to come back in September“, nicht gehalten, was sie versprochen hat. Seit Anfang Juni ist der deutsche Aktienmarkt nicht gefallen. Trotz Corona-Pandemie und Rezession hat er rund 11 Prozent zugelegt. Das Ergebnis zeigt einmal mehr, dass auch diese Börsenweisheit kein Patentrezept ist, um die Märkte zu überlisten.

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Privatanleger sollten also gar nicht versuchen, durch hektische Käufe und Verkäufe besser als der Markt zu sein, so die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Zu der Börsenweisheit gibt es zahlreiche Untersuchungen. Tatsächlich sind diese Saisonalitäten in vielen Ländern in unterschiedlicher Ausprägung nachzuweisen. Sie bewährte sich vor allem in den USA zwischen den 50er und 80er Jahren. Tatsächlich traten damals im Sommer regelmäßig unterdurchschnittliche Renditen im Vergleich zu den Wintermonaten auf. Der Grund: Während der Sommermonate, also auch nach der Dividendensaison, tummelten sich viele Börsenhändler an den Stränden New Yorks und die Handelsumsätze sanken. Spätestens mit der Einführung des elektronischen Handels ist dieser Effekt nicht mehr zu spüren, oder wenn, dann nur in abgewandelter Form.

Generell sind saisonale Muster meist keine stabilen Phänomene, die über lange Zeiträume stabil zu beobachten sind. Gemäß dem Spruch „Hin und her macht Taschen leer“ schmälern die Handelskosten bei häufigen Umschichtungen außerdem die Gesamtrendite. Sparer sollten ihre Anlageentscheidungen daher nicht nach der Jahreszeit ausrichten, sondern eine langfristige Strategie bei ihrer Geldanlage verfolgen. Für einen dauerhaften Erfolg ist es entscheidend, dass die Sparer ihr Geld möglichst lange für sich arbeiten lassen. Wer etwa für die Altersvorsorge spart, sollte eine zu den persönlichen Zielen passende Strategie festlegen und diese dann konsequent verfolgen.

Foto: Shutterstock

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