23. April 2020, 06:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Megatrend Klima und Umwelt bietet attraktive Investmentchancen

Der weltweite Trend hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bleibt auch in Zeiten von Corona stark und beschleunigt sich sogar. Davon sind die Nordea-Fondsmanagert Thomas Sørensen und Henning Padberg überzeugt.

Shutterstock 494490568 in Megatrend Klima und Umwelt bietet attraktive Investmentchancen

„Die Corona-Pandemie wird keineswegs den Megatrend Klima und Umwelt gefährden“, sagt Sørensen. „Wenn die Pandemie durchgestanden ist und das normale Leben wieder Einzug hält, wird das Thema Umwelt und Klima erneut globale Aufmerksamkeit bekommen.“ Transportmittel wie Autos und Flugzeuge würden weiterhin benötigt, und ihre Hersteller verbesserten ihre Energieeffizienz stetig. „Wir glauben auch nicht, dass der niedrige Ölpreis die Umstellung auf alternative Energiequellen beeinträchtigen wird. Schon 2015 haben wir einen starken Rückgang des Ölpreises gesehen, dennoch ist der Sektor gewachsen“, so Sørensen weiter.

Klima im Fokus

“Wir investieren mittelfristig und sind der Überzeugung, dass der Megatrend anhalten wird, auch wenn manche Investitionspläne derzeit auf Eis liegen. Der wahllose Ausverkauf, den wir jüngst gesehen haben, schafft Investitionsmöglichkeiten, die wir nutzen, um unseren Fonds für die Zeit nach der Krise zu positionieren.“ So investieren die beiden Portfoliomanager nun wieder zunehmend in starke Unternehmen, die Klimalösungen anbieten und vom Megatrend Klima und Umwelt profitieren. „Sie besitzen das Potenzial, Marktanteile zu gewinnen, wenn die Krise ausgestanden ist“, erklärt Sørensen.

Aus Sicht der beiden Experten sind die Aussichten für Investitionen im Bereich Klima und Umwelt insgesamt solide. „Die zugrundeliegenden Wachstumstreiber sind intakt und beschleunigen sich sogar“, sagt Padberg. Viele Klima-Lösungen seien wirtschaftlich tragfähig, erzielten attraktive Renditen und böten schnelle Amortisationszeiten, weshalb sie zunehmend angenommen würden. „Wir finden weiterhin großartige Bottom-up-Investitionsgelegenheiten bei Unternehmen, die globale Klimalösungen anbieten, welche dem Endbenutzer einen wirtschaftlichen und ökologischen Mehrwert liefern“, so Padberg.

Chancen im Bereich Ressourceneffizienz und Umweltschutz

Gerade bei Unternehmen, die sich auf Lösungen in den Bereichen Ressourceneffizienz und Umweltschutz konzentrieren, sehen die Portfoliomanager derzeit gute Investmentgelegenheiten. Hauptgrund dafür seien die sehr attraktiven Renditen und Amortisationszeiten für diese Lösungen. „Ein geringerer Ressourcenverbrauch oder der Einsatz effizienterer Produkte hat für die Kunden einen direkten Mehrwert“, so Padberg. „Wir sehen auch, dass Veränderungen in der Umwelt, wie z.B. unbeständigere Wettermuster und schlechte Luftqualität, eine Welle von Investitionen in Bereichen wie sauberes Wasser und Luft sowie Umweltdienstleistungen auslösen. Die Verbraucher sind zunehmend um die Umwelt besorgt und verlangen deshalb nach Produkten, die umweltfreundlich sind.“

Nachgefragt seien beispielweise Produkte, die aus Bio- oder natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt werden und keine Umweltverschmutzung verursachen. Für umweltbewusste Verbraucher sei es auch wichtig, dass die Rohstoffe in den Produkten rückverfolgbar und die Produkte selbst nachhaltig verpackt sind.

„Mittelständische Wachstumsunternehmen sind aus unserer Sicht oft besser positioniert, um von Lösungen im Bereich Klima und Umwelt zu profitieren“, sagt Sørensen. „Diese Unternehmen sind häufig Innovatoren in ihren Kategorien, haben eine starke Branchenpositionierung oder bieten ihren Kunden spezialisierte Dienstleistungen an.“ Unternehmen mit intelligenten Klimalösungen, die weltweit führend in Nischenmärkten sind, böten die besten Chancen. „Es gibt politische und makroökonomische Risikofaktoren, die derzeit den gesamten Finanzmarkt betreffen. Wir sind jedoch überzeugt, dass die Chancen überwiegen“, betont Padberg.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Branchenstudie: Versicherer sehen durch Corona mehr Chancen als Herausforderungen

Die Corona-Krise hat weltweit zu einem hohen Maß an Unsicherheit geführt. Rund ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie stellt sich zumindest für die deutsche Versicherungswirtschaft die Situation deutlich positiver dar als noch zu Beginn. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY und der V.E.R.S. Leipzig GmbH hervor. Die Gründe.

mehr ...

Immobilien

Software für Baufi-Vermittler erhöht Effizienz

Der Arbeitsalltag für Finanzierungsvermittler hat sich nicht zuletzt dank der Digitalisierung stark verändert: Tätigkeiten, die früher pro Kunde mehrere Stunden Zeit kosteten, lassen sich heute dank weniger Klicks sofort erledigen. Doch unterschiedliche Lead Schnittstellen und Accounts auf verschiedenen Plattformen erschweren den Prozess. Für dieses Problem hat die FinLink GmbH ihre gleichnamige Software entwickelt.

mehr ...

Investmentfonds

Clartan Associés und Ethos bündeln Expertise in einem ESG-Fonds

Der unabhängige Vermögensverwalter Clartan Associés und die im Bereich der sozial-verantwortlichen Investitionen langjährig erfahrene Schweizer Ethos lancieren gemeinsam einen europäischen Nachhaltigkeitsfonds: den Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap.

mehr ...

Berater

Neue Partner: Netfonds und Germanbroker.net

Die Netfonds Gruppe stellt ihren Partnern ab sofort eine Kooperation mit dem Maklerverbund Germanbroker.net im Bereich Sach- und Personenversicherung zur Verfügung.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...