10. Juni 2020, 15:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehr Strafzinsen in der Coronakrise

Der Krisenmodus kostet deutsche Banken viel Geld. So kletterte das Zentralbankguthaben von Kreditinstituten aus Deutschland im März 2020 auf 602,785 Milliarden Euro – ein Plus von 18,65 Prozent zum Vormonat. Allerdings fallen dafür auch erhebliche Strafzinsen an.

Shutterstock 1579090987 in Mehr Strafzinsen in der Coronakrise

Strafzinsen für Banken legen zu.

Durch die Strafzinsen, welche die EZB verlangt (aktuell: -0,50 Prozent), fielen so für März Kosten von rund 157,743 Millionen Euro an. Im April und Mai 2020 sank das Zentralbankguthaben zwar wieder leicht auf 566,0 bzw. 585,0 Milliarden Euro, liegt damit aber immer noch weit über den Werten vor Beginn der Coronakrise.

Die Belastungen durch den negativen EZB-Zins im April 2020 lagen bei ca. 141,86 Millionen Euro und im Mai 2020 bei rund 147,08 Millionen Euro. Diese Kosten berechnete jetzt das Fachportal Tagesgeldvergleich.net auf Basis der jüngsten Zahlen der deutschen Bundesbank.

Die gesamte Erhebung findet sich unter https://www.tagesgeldvergleich.net/statistiken/einlagenzins.html#kosten

Immerhin: Durch die Einführung eines Freibetrags in Höhe der 6-fachen Mindestreserve im Jahr 2019 sind die Kosten nicht mehr ganz so immens wie zuvor. Basierend auf der alten Berechnung wären in den Monaten März bis Mai 2020 Belastungen in Höhe von 235 bis 251 Millionen Euro pro Monat entstanden. Entsprechend sparen sich die Banken derzeit monatlich rund 96 Millionen Euro oder 1,15 Milliarden im Jahr.

Trotzdem könnte es ein teures Jahr für die deutschen Banken werden. Nach Hochrechnungen der Finanzexperten von Tagesgeldvergleich.net steigen die Kosten durch Strafzinsen bei der EZB auf ca. 1,897 Milliarden Euro für 2020.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Banken profitieren von steigender Zinsmarge bei Wohnimmobilienkrediten

Wo sich noch ein freies Grundstück (in Ballungszentren) findet, wird gebaut und die eigenen vier Wände gelten als sicherer Rückzugsort – insbesondere für das eigene Geld. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer.

mehr ...