16. September 2020, 17:45
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Mit Aktienanlagen den Strafzinsen auf dem Konto entkommen

Die Zahl der Banken und Sparkassen, die Kunden Strafzinsen für ihre Einlagen aufbürden, ist in den vergangenen Monaten gewachsen. Ein Proteststurm der Sparer blieb bisher aus. Trotz der Strafzinsen parkt die Mehrheit der Deutschen laut Bundesbank aktuell 2,5 Billionen Euro bei Banken auf Tages- und Festgeldkonten sowie auf Sparbüchern. Für ihre Ersparnisse können sie dort allenfalls Minizinsen erwarten. Das ist für Sparer bitter. Es macht also Sinn, über Alternativen zum Sparen auf einem zinslosen Konto nachzudenken.

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Bankeinlagen sind sicherlich wichtig. Dennoch sollten Sparer für einen Teil der Ersparnisse über Alternativen wie Aktien oder Aktienfonds nachdenken. Im Unterschied zu niedrig verzinsten Anlageformen bieten Aktien die Möglichkeit des Vermögenserhalts. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds können vom Wachstum der Unternehmen profitieren. Durch die Dividendenzahlungen lassen Unternehmen die Anleger teilhaben. Statt auf einzelne Aktien zu setzen, bieten aktiv gemanagte Fonds oder auch ETFs die Möglichkeit, dass Anleger auf die Entwicklung eines ganzen Korbs von Aktien setzen können, was die Risiken streut. Eine Stärke von Fondsmanagern ist, die geeigneten Aktien nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des Geschäftsmodells für das Portfolio auszusuchen.

Häufig werden Aktieninvestments von Sparern mit dem Hinweis vor möglichen Kursschwankungen gemieden. Gerade in der Altersvorsorge ist aber die Angst vor hohen Verlusten unberechtigt. Denn das Verlustrisiko bei Aktien tendiert über lange Zeiträume historisch gegen Null.

Ein Anlageberater kann dem Sparer dabei helfen, eine für ihn geeignete Quote von Aktien und Aktienfonds auf Basis seiner Risikobereitschaft festzulegen. Wichtig ist, dass der Sparer das am Aktienmarkt investierte Geld länger entbehren kann, um Kursschwankungen im Depot problemlos aussitzen zu können.

Foto: Shutterstock

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