9. Juni 2020, 09:02
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Ökoworld: “Fossile Technologien gehören in den Mülleimer”

Die auf ökologische und ethisch-soziale Investments spezialisierte Fondsboutique Ökoworld aus Hilden kritisiert die Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks “Datteln 4” und fordert den Rücktritt von Uniper Vorstandschef Andreas Schierenbeck und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.

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Alfred Platow, Ökoworld

Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 geht ans Netz und in den kommerziellen Betrieb. Das teilte der Betreiber Uniper mit. Mit diesem Schritt sei die Phase der Inbetriebsetzung des Kraftwerks formal abgeschlossen und alle Tests erfolgreich verlaufen. Wurde der Kohleausstieg bundespolitisch nicht bereits verbindlich beschlossen?

“Verschleppung des Ausbaus erneuerbarer Energien”

„Um die Klimaziele zu erreichen, wurde festgelegt, dass Deutschland bis spätestens 2038 von der Kohle ablässt, denn Braun- und Steinkohle sind mit die größten Verschmutzer. Und jetzt geht eine neue Dreckschleuder ans Netz? Lieber NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: Wie können Sie dies begrüßen und als Beitrag zum Klimaschutz werten in der Annahme, dass es sich bei Datteln 4 um einen effizienteren Kraftwerkstyp handelt als die, die bereits seit Jahrzehnten Kohle verfeuern? Kohlekraft ist schlecht für Mensch und Umwelt und ein Ausstieg muss verbindlich ein Ausstieg bleiben und nicht Neuanschluss. Ich empfehle Ihnen, lieber Ministerpräsident Laschet, im Rahmen dieser Rolle rückwärts gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden von Uniper, Andreas Schierenbeck, zurückzutreten und ins Exil zu gehen, um dort endlich zu begreifen, dass solche fossilen Technologien in den Mülleimer gehören. Diese Kohlenstoffdioxid-Emissionen bedeuten eine Verschleppung des Ausbaus erneuerbarer Energien und weitere Umweltschäden für Naturschutzgebiete”, zeigt sich Alfred Platow, Vorstandsvorsitzender der Ökoworld AG, erschüttert.

Foto: Ökoworld

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