22. April 2020, 06:40
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Ölpreisfall sortiert den Energiesektor neu: Wer profitiert?

Audra Delport, Deputy Head of Credit Research bei Federated Hermes, über den jüngsten Crash beim Ölpreis und zu möglichen wirtschaftlichen Folgen.

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Audra Delport, Federated Hermes

Die Auswirkungen der historisch niedrigen Ölpreise werden zu spüren sein, vor allem bei Hochzinsanleihen des amerikanischen Energiesektors. Hier erwarten wir, dass niedrig eingestufte, hochrangige Explorations- und Produktionsunternehmen am stärksten unter Druck geraten – wobei einige von ihnen Zahlungsausfälle erleiden werden, da sie nicht in der Lage sind, die anstehenden Schuldenfälligkeiten zu refinanzieren. Produzenten mit qualitativ hochwertigeren Ratings, einer großen Vermögensbasis, niedrigeren Kosten und besseren Liquiditätsprofilen werden das überstehen.

Darüber hinaus wird – als Reaktion auf die niedrigeren Preise – die geringere Ölproduktion den Erdgasproduzenten zugute kommen, da die assoziierte Gasproduktion in den USA in den kommenden Monaten zurückgeht, was die Erdgaspreise in die Höhe treibt. Die Gewinne der Pipelinegesellschaften werden durch den Rückgang der transportierten Mengen beeinträchtigt werden – aber größere Unternehmen mit höherer Kreditqualität und Speicherkapazität dürften zugleich von den steigenden Preisen für die Speicherung profitieren. Darüber hinaus verfügen die Pipelinegesellschaften über eine recht große finanzielle Flexibilität bei der Reduzierung der Wachstumsinvestitionen und ihrer Ausschüttungen an die Aktionäre.

Insgesamt werden also Unternehmen mit Größenvorteilen und zusätzlichen Hebeln, wie Dividendenkürzungen, Wachstumskapitalausgaben und Anlagenverkäufen, bevorteilt. Kleinere, kostenintensivere Produzenten mit anstehenden Schuldenfälligkeiten werden hingegen am stärksten betroffen sein.

Foto: Federated Hermes

 

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